Test Game of Thrones 2012 - Optisch mau, akustisch noch mieser, Fakten und Meinung

Optisch mau, akustisch noch mieser

Wer sich auskennt, dem fällt zu Beginn auf, dass einige Charaktere aus dem Spiel nicht annähernd denen aus der Serie ähneln. Warum? Gute Frage! Insgesamt bewegt sich der Titel grafisch auf dem Niveau eines Spiels zum Herunterladen.

Grafisch wirkt das Spiel stellenweise unfertig. Besonders die steifen Animationen stören.Grafisch wirkt das Spiel stellenweise unfertig. Besonders die steifen Animationen stören.

Einige Charaktermodelle, besonders der Hund von Mors, sehen nicht nur schlecht aus, sondern bewegen sich auch unheimlich steif. Das wirkt stellenweise ungewollt komisch. Einzig die Gesichter, mit ihren tiefen Falten und vernarbten Wunden, erzeugen ernst zu nehmende Authentizität. Wenn auch nicht auf annähernd so hohem Niveau wie in L.A. Noire. Aber das wäre ja auch etwas viel verlangt.

Auffällig ist auch, dass sich viele Figuren im Spiel optisch ähneln. In manchen Zwischensequenzen sind drei von vier Personen exakte Klone. Das wäre bei Figuren, die im Hintergrund agieren. noch verschmerzbar.

Aber im Kontext einer Zwischensequenz wirkt es eher, als wären die Entwickler etwas bequem gewesen. Das ist jedoch längst nicht das Auffälligste. Die Akustik übernimmt auch eine Hauptrolle im Theaterstück von "Pleiten, Pech und Pannen" in Game of Thrones.

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Die Details sind spielentscheidend

Von Zeit zu Zeit bricht die Hintergrundmusik abrupt ab - und beginnt nach einer kurzen Pause von vorne. Ohne Übergang, ohne Blende. Unfreiwillig komisch ist es auch, wenn die Sounds der Laufschritte während des Rennens plötzlich ausbleiben und aus heiterem Himmel später wieder einsetzen.

Der zweite Hauptcharakter ist Alester Sarwyck. Ein Priester, der vor 15 Jahren ins Exil ging und jetzt zurückkehrt.Der zweite Hauptcharakter ist Alester Sarwyck. Ein Priester, der vor 15 Jahren ins Exil ging und jetzt zurückkehrt.

Doch im Vergleich dazu steuern die Synchronsprecher den größten Minuspunkt bei: Jeder Sprecher trägt seinen Text abgehackt, gelangweilt und nicht ansatzweise überzeugend vor. In den untypisch langen Pausen in einem Gespräch zwischen zwei Charakteren hört ihr beinahe die Grillen zirpen.

All diese misslungenen Elemente mindern den Spielspaß. Das Spiel hat nur wenige gute Momente. Und zwar dann, wenn ihr Entscheidungen treffen müsst.

Doch das wahre Problem von Game of Thrones ist ein anderes: Jeder Teil des Spiels hat enormes Potenzial, doch ist immer mindestens ein Element darin ziemlich fehlerhaft.

Fakten:

  • 20-30 Stunden Spielzeit
  • schöne Höhe- und Wendepunkte in der Geschichte
  • unterschiedliche Antworten in Zwischensequenzen wählbar
  • 2 spielbare Charaktere
  • extra für das Spiel geschriebene Geschichte
  • miese Synchronsprecher
  • störende Soundaussetzer
  • eintöniges Kampfsystem
  • matschige Texturen und steife Animationen
  • angenehm direkte Steuerung
  • deutsche Sprachausgabe und Texte

Meinung von Jens-Magnus Krause

Dieses Spiel erfüllt das Klischee vieler Filmumsetzungen mit Bestnoten: Das war mal wieder nix! Anfangs hat es mich mit Klassen, Fähigkeiten, Texten und Dialogen regelrecht zugeschüttet. Die Kämpfe fordern nur zu Beginn, wenn ihr noch nicht verstanden habt, welche immer gleichen Angriffe zum Erfolg führen. Das Unterhaltsamste sind die unfreiwillig komischen Passagen ohne Sound, mit hölzernen Animationen. Oder Türen, die sich durch eure Charaktere hindurch öffnen.

Insgesamt bleibt ein Spiel, das wie ein Buch mit 1000 Seiten ist: Am Anfang wisst ihr nicht, worum es geht und der Unterhaltungswert ist mau. Erst ab Seite 800 baut sich die Spannung auf. Nur dringt leider kein Spieler bis dahin vor. Die Langeweile vertreibt auf dem Weg zum Ziel selbst hartgesottene Rollenspieler.

58

meint: Schwach präsentiertes Action-Rollenspiel mit gutem Story-Ansatz, aber fragwürdigen Fehlern im Spielverlauf.

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