Der Höhepunkt der Spielemesse E3 2012 - Free 2 Play, Quo vadis, E3? + Bilder von den Messedamen

(Kolumne)

Mehr Spieler und "Free 2 Play"

Generell scheint der Mehrspieler-Teil von Spielen nicht nur bei Wii U auf dem Vormarsch. Gemeinsam machen Spiele halt einfach mehr Spaß. Besonders, wenn man seine Mitspieler kennt.

Am Stand von Wargaming.net.Am Stand von Wargaming.net.

Dafür gibt es im kommenden Medal of Honor etwa das sogenannte Buddy-System - ihr spielt dadurch im Bestfall immer mit einem Kumpel.

Doch den wahren Unterschied zu früher spürt ihr, wenn ihr durch die Südhalle des Messegeländes schlendert und kurz nach dem EA-Stand plötzlich vor einem ebenso großen Tempel zum Spiel World of Tanks steht. World of Tanks, das ist ein "Free 2 Play"-Spiel.

Also ein Spiel, das ihr euch gratis im Internet herunterladen dürft und erst zahlt, wenn ihr gewisse Vergünstigungen wie bessere Panzer einkauft. Laut Hersteller Wargaming.net sind bereits über 30 Millionen Spieler angemeldet. Der Nachfolger World of Warplanes befindet sich in der geschlossenen Beta-Phase.

"Momentan haben wir keine konkreten Pläne, das Spiel überhaupt noch als verpackte Version in den Handel zu bringen", erklärt Tom Putzki, der Kopf der deutschen Niederlassung.

Kein Einzelfall, immerhin kündigt sogar ein Studio wie Crytek (Far Cry, Crysis) an, sich in Zukunft ausschließlich diesem Geschäftsmodell widmen zu wollen. Der Mehrspieler-Shooter Warface, den es auf der E3 zu sehen gibt, sei der erste Schritt in diese Richtung.

Quo vadis, E3?

Schöne neue Download-Welt? Möglich. Mehr noch: Wahrscheinlich sogar. Doch wann genau die Branche den Umbruch vollzieht, lässt sich noch nicht genau terminieren.

Werden die Spiele auch in Zukunft groß?Werden die Spiele auch in Zukunft groß?

Hinter vorgehaltener Hand spricht jeder darüber, dass die Tage physischer Medien auf Silberscheiben als Hauptdatenträger gezählt sind, bewundert den Erfolg neuer Geschäftsmodelle wie das von Wargaming.net. Doch ein allgemeingültiges Rezept scheint weiterhin nicht gefunden.

Die Spielebranche steht vor einem Umbruch, heißt es. Wahrscheinlich stimmt das sogar. Doch Sätze wie dieser fallen fast jedes Jahr auf der E3.

Bis es soweit ist, flanieren vermutlich noch einige leicht bekleidete Hostessen über das Messegelände. Und wer weiß, vielleicht bleibt die Electronic Entertainment Expo ja auch in Zukunft als Meilenstein erhalten, an dem euch die Entwickler Einblick in ihre Gedankenwelt gewähren. Mich würde es freuen.

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Tags: E3 2012   Onkel Jo  

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