Test Spec Ops - The Line: Überraschend gut

von Jens-Magnus Krause (12. Juli 2012)

In Dubai kämpft ihr nicht nur gegen Gegner, sondern auch mit gegen euer schlechtes Gewissen. Spec Ops - The Line bringt mehr Substanz ins Spiel als gewöhnliche Shooter.

In Spec Ops - The Line spielt ihr Captain Martin Walker.In Spec Ops - The Line spielt ihr Captain Martin Walker.

Dass die Hauptfigur eines Ballerspiels wie Spec Ops - The Line nicht nach Dubai reist um Geschäfte zu machen, oder andere Freundschaftsdienste anzubieten, liegt auf der Hand. Was aber Protagonist Captain Martin Walker zu leisten hat, geht über einen normalen Shooter hinaus. Im von Sandstürmen verwüsteten Dubai muss er permanent Entscheidungen treffen.

Wo immer ihr aus der Vogelperspektive auch hinseht: eine Vorgehensweise schließt zwangsläufig die andere aus - das Überleben des einen zieht den Tod eines anderen nach sich.

Das geht auf Dauer selbst an dem mental ziemlich starken Delta-Force-Soldaten und seinen zwei Kameraden Lieutenant Adams und Sergeant Lugo nicht einfach so vorbei. Die Männer reflektieren in dem Ballerspiel immer wieder ihr Handeln, Veränderungsprozesse finden statt und auch ihr denkt über eure Entscheidungen nach.

Und da das Spiel eure Moral weder belohnt noch bestraft, ist jede Zwickmühle ein weiterer Höhepunkt der grandiosen Geschichte. In der schickt euch das Verteidigungsministerium der Vereinigten Staaten im wahrsten Sinne des Wortes in die Wüste.

Gewalt als Alleinstellungsmerkmal?

Vor Ort sollt ihr eine militärische Einheit unter der Führung von Colonel John Konrad aufspüren und zurückholen. Denn sechs Monate zuvor widersetzte sich diese Einheit ihren Befehlen und zog sich nicht aus Dubai zurück. Seitdem herrscht Funkstille.

Ihr habt immer die Wahl, wie ihr eingreifen wollt.Ihr habt immer die Wahl, wie ihr eingreifen wollt.

Es beginnt eine Suche, auf der euch die Umgebung, aber auch bewaffnete Einheimische zusetzen. Und dann hängt auch noch eine weitere Spezialeinheit der USA in der Geschichte drin. Kurzum: Das Ganze wirkt ein wenig wie ein gut ausgedachter Roman im Stile von Game of Thrones-Autor George R.R. Martin.

Das exzessive Vorkommen von Gewalt ist in Spec Ops ein Alleinstellungsmerkmal. Wie das geht? Indem die Entwickler diese nicht verherrlichen, sondern ihr eine Bedeutung geben. Nach jedem Feuergefecht bereut eure Delta-Einheit jeden einzelnen tödlichen Schuss.

Die harten Klischee-Soldaten verwandeln sich in Menschen, was sie sympathisch macht. Das aber nur für kurze Zeit: Ihr abscheuliches Handeln im Anschluss kennt keine Menschenrechte.

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