Test Yesterday: Schnappt den Mörder der Obachlosen

von David Ulc (31. August 2012)

Obdachlose verschwinden in New York und tauchen verbrannt und mit einem Y-Symbol in der Handinnenfläche wieder auf. Ein klassisches Adventure im Stil von Baphomets Fluch.

Der Untergrund voller bizarrer Schaufensterpuppen. Was hier wohl vor sich geht?Der Untergrund voller bizarrer Schaufensterpuppen. Was hier wohl vor sich geht?

Als Henry White macht ihr euch in Yesterday auf die Suche nach den verschwundenen Obdachlosen. Ihr gehört einer gemeinnützigen Organisation an, die sich auf Hilfe für Obdachlose spezialisiert hat.

Doch Henry White ist nicht die einzige Person, die ihr spielt. Die erste spielbare Sequenz ist vielmehr ein Vorspann für den eigentlichen Handlungsstrang. Denn der Hauptcharakter ist der namensgebende John Yesterday, der an Amnesie krankt und Hilfe von Henry White bekommt.

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Yesterday - Auf der Spur nach dem Obdachlosen-Mörder

Wie in einer guten Detektivgeschichte hängen die beiden Ereignisse zusammen und so löst ihr in genussvollen Stunden das Komplott hinter den blutigen Morden. Das Ganze erinnert stark an das 2D-Abenteuer Baphomets Fluch.

Im Gegensatz zu anderen Adventures für das iPhone wie Lume ist Yesterday deutlich düsterer und umfangreicher. Zugleich bietet die Geschichte auch spannende Wendungen.

Um den Mörder zu schnappen bedarf es einer guten Beobachtungsgabe. Analysiert die Umgebung, sammelt Gegenstände ein und kombiniert diese mit einer guten Portion Menschenverstand.

Ein Hotelzimmer voller interessanter Dinge zum Entdecken.Ein Hotelzimmer voller interessanter Dinge zum Entdecken.

Praktischerweise könnt ihr per Knopfdruck alle Objekte markieren, mit denen ihr interagieren könnt. Ebenso erhaltet ihr bei Bedarf Hilfestellungen zur Lösung der Rätsel. So kommt zu keiner Zeit Frust auf.

Ihr redet natürlich auch mit den Menschen, die ihr trefft. Ihr fragt diese aus, erhaltet manche wertvolle Informationen und klickt euch durch verschiedene Antwortmöglichkeiten. Gerade dann werdet ihr Zeuge der guten, englischen Synchronisation der Protagonisten. Eine deutsche Tonspur bietet das Abenteuer nicht.

Die Entwickler Pendulo zeigen bei Yesterday wie auch schon bei ihrer Runaway-Trilogie ein glückliches Händchen. Eine gelungene Umsetzung des PC-Vorbilds Der Fall John Yesterday!

Fakten:

  • dramatische Geschichte mit Überraschungen
  • klassisches 2D-Adventure
  • viele Hilfestellungen möglich
  • gute englische Synchronisation
  • stimmige Musikkulisse
  • durchschnittliche Spieldauer
  • erhältlich für iPhone und PC

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Meinung von David Ulc

Ein Killer, der sich auf Obdachlose als schwache Glieder der Gesellschaft stürzt. Damit ist die anfängliche Spannung bei Yesterday geschaffen und ich spiele es bis zum Schluss. Das dauert zwar nicht allzu lange, liegt aber mit ein paar Stunden im guten Durchschnitt.

Aber wie sagt man so schön: Der Weg ist das Ziel. Und dieser Adventure-Weg ist ausgesprochen schön hergerichtet. Dank der Hilfestellungen komme ich jederzeit weiter, doch häufig sind die Rätsel gar nicht so schwer. Überlege ich eine Minute länger, komme ich schnell von allein auf die Lösung.

Schön zu sehen, dass mit Yesterday ein gelungener Vertreter der Adventure-Gattung auf der iPhone-Bildfläche erscheint. Und ein großartiger dazu.

82

meint: Das schick aufgemachte Kriminal-Adventure konfrontiert euch mit interessanter Geschichte, vielen Dialogen und genug Rätselstoff.

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