Ouya: Das steckt hinter der Android-Konsole - Mehr als nur Spiele + Basteln ohne Einschränkungen

(Special)

Mäßige Leistung zum Kampfpreis

Was unter der Haube der Ouya steckt, ist nicht bahnbrechend - zumindest gemessen an aktuellen Hardware-Standards im PC-Bereich:

  • Vierkern-Prozessor
  • 1 Gigabyte Arbeitsspeicher
  • 8 Gigabyte interner Flash-Speicher
  • HDMI-Anschluss mit 1080p-Auflösung
  • WiFi 802.11
  • Bluetooth LE 4.0
  • USB 2.0
  • Android 4.0

Eine Besonderheit ist die berührungsempfindliche Oberfläche des Controllers.Eine Besonderheit ist die berührungsempfindliche Oberfläche des Controllers.

Damit ist sie in etwa auf dem Stand eines Samsung Galaxy S3. Übrigens kommt der Ouya-Controller auch mit einer berührungsempfindlichen Oberfläche, extra für Spiele aus dem Smartphone-Segment. Außerdem bietet er zwei Analog-Sticks, ein Digi-Pad und neun Knöpfe.

Der eine Gigabyte Arbeitsspeicher mag allerdings ein falsches Bild vermitteln. Immerhin sind in einer PlayStation 3 gerade mal 256 Megabyte eingebaut. Auf der anderen Seite fehlt der Ouya aber eine Grafikkarte, wie sie in allen aktuellen Konsolen steckt.

Im Vergleich zur gut 200 Euro teuren Sony-Konsole erleichtert die Ouya euren Geldbeutel jedoch weniger. Gerade einmal 80 Euro (99 Dollar) soll die Kiste kosten. Ein zweiter Controller schlägt mit 25 Euro (30 Dollar) zu Buche.

Mehr als nur Spiele: Apps aller Art für alle

Ouya ist nicht nur auf Videospiele beschränkt. Durch die freie Konfigurierbarkeit dürfen Entwickler offenbar auch allerhand Programme für die Konsole schreiben. Denkbar wäre zum Beispiel ein Nachrichtendienst, mit dem euer Fernseher beim Frühstück zu einer digitalen Zeitung wird.

Die bisherige Version des Ouya-Marktplatzes erinnert an Google Play.Die bisherige Version des Ouya-Marktplatzes erinnert an Google Play.

Definitiv geplant sind zum Beispiel Streaming-Dienste. Bereits an Bord ist der englischsprachige Streaming-Dienst Twitch.tv. Der überträgt professionelle Partien von Starcraft 2 - Wings of Liberty, League of Legends und anderen Spielen des E-Sport-Bereiches.

Basteln ohne künstliche Einschränkungen

Auf der Kickstarter-Seite des Projektes prangt der Schriftzug "Hackers welcome" - zu deutsch: Hacker willkommen. Die Macher von Ouya wollen nämlich bewusst andere Wege gehen als die Kollegen bei Sony, Microsoft und Nintendo.

Eine Konzeptzeichnung des Controllers. Wenn der euch nicht gefällt, dürft ihr euch einen anderen bauen.Eine Konzeptzeichnung des Controllers. Wenn der euch nicht gefällt, dürft ihr euch einen anderen bauen.

Zum Vergleich: Bei den drei großen Konsolen-Herstellern müssen Entwickler zunächst Lizenzen beantragen, um Spiele programmieren zu dürfen. Zusätzlich lassen es sich Sony, Microsoft und Nintendo gut bezahlen, dass sie jeweils die Spiele für die Entwickler auf die Datenträger pressen oder in ihrem Netzwerk als Download verkaufen.

Bei Ouya hingegen soll jeder machen können, was er will. Ein Entwickler darf jederzeit ein Spiel (oder ein anderes Programm) veröffentlichen. Aber auch Bastler dürfen Hand anlegen: Jeder darf für die Konsole eigene Eingabegeräte bauen und sie via USB anschließen können.

Außerdem dürft ihr die Konsole sogar "rooten" - also Beschränkungen des Betriebssystems umgehen. Und das ohne Garantieverlust. Ähnlich konfigurierbare Konsolen gibt es von den großen Herstellern nur gegen teures Geld und unter strengen Auflagen. Als normaler Spieler kommt ihr an solche mehrere tausend Euro teuren "Debug-Konsolen" gar nicht erst heran.

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Tags: Ouya  

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