20 Jahre Super Nintendo in Deutschland - Gute, alte Zeit! - Neue Rivalen

(Special)

Spezialchips für die Zukunft

Der Konsolenkrieg geht schließlich unentschieden aus. Zwar verkauft Nintendo mit 49 Millionen Geräten etwa neun Millionen mehr als Sega, aber auf dem wichtigsten, dem amerikanischen Markt behält Sega knapp die Nase vorn - genaue Verkaufszahlen hat Sega allerdings unseres Wissens nach nie veröffentlicht.

Starwing ist das eindrucksvollste Beispiel für die Nutzung des Super-FX-Chips.Starwing ist das eindrucksvollste Beispiel für die Nutzung des Super-FX-Chips.

In Japan hat das Mega Drive jedoch keine Chance gegen das SNES. Während die 90er-Jahre voranschreiten, zahlt sich Nintendos Geschäftssinn aus: Damit sich das Super Nintendo so lange wie möglich auf der Höhe der Zeit behauptet, interagiert das Gerät mit diversen Zusatzchips auf den Spielmodulen. Diese Chips erweitern die technischen Fähigkeiten des SNES.

Das einzige Limit dabei ist die begrenzte Übertragungsgeschwindigkeit der Daten vom Chip auf die Konsole. Der berühmteste dieser Chips ist der in England entwickelte Super FX-Chip, der das SNES schon 1993 zu Polygon-Grafik befähigt.

PlayStation - Sony rächt sich an Nintendo

Die Spielplaner bauen ihn in nur acht verschiedene Module ein. Ihr kennt ihn vielleicht aus Star Wing. Eine spätere Variante namens Super FX 2 verrichtet zum Beispiel in den Modulen von Doom oder Yoshis Island seinen Dienst.

Die erste PlayStation raubt Nintendo bis 2007 die Marktführerschaft.Die erste PlayStation raubt Nintendo bis 2007 die Marktführerschaft.

Segas Chip-Experimente bleiben mit Virtua Racing überschaubar: Das Modul war 1994 mit knapp 200 Mark Verkaufspreis einfach zu teuer. Auch mit den Hardware-Erweiterungen Mega CD und 32X hat Sega wenig Erfolg.

Ende 1994 steuert die sich wandelnde Marktlage auf eine Entscheidung über Nintendos Zukunft zu. Das NES verschwindet endgültig von der Bildfläche und binnen anderthalb Wochen drängen zwei neue SNES-Herausforderer auf den Markt: Segas Mega-Drive-Nachfolger Saturn und Sonys erste PlayStation, beides 32-Bit-Technikwunder zur damaligen Zeit.

Die PlayStation ist gewissermaßen die Rache des Sony-Präsidenten Norio Ohga (1930-2011). Seit 1988 hat Sony gemeinsam mit Nintendo ein CD-ROM-Laufwerk für das SNES entwickelt. Doch nur einen Tag nach der Messepräsentation 1991 teilt Hiroshi Yamauchi Norio Ohga wie nebenbei mit, er habe nun umdisponiert und kein Interesse mehr an der Zusammenarbeit mit Sony. Ohga schäumt vor Wut und konzipiert eine eigene Konsole.

Der PlayStation ist das Super Nintendo klar unterlegen. Zudem nimmt Sony gleich noch das Rollenspiel-Zugpferd Final Fantasy vom SNES mit ins PlayStation-Land. Ein herber Verlust für Nintendo. Möglichst schnell muss nun jemand einen Beweis für die ungebrochene Relevanz des SNES liefern.

Weiter mit: Der Affe aus England

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