Test Rayman Raving Rabbids

von Daniel Frick (13. Dezember 2006)

Schon seit Jahren treibt ein kleiner Kerl, dem Arme und Beine, nicht aber Hände und Füsse fehlen auf Computern sein Unwesen. Vorwiegend in klassischen Jump & Run Spielen sorgte "Rayman" für Begeisterung und Spaß bei Groß und Klein. Der nun erschienene vierte Teil macht mit dieser Tradition zumindest vorerst Schluß. "Rayman Raving Rabbids" ist anders.

Rayman beim DiscotanzRayman beim Discotanz

Weltherrschaft der Killer-Hasen

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, was passieren würde, wenn Heerscharen von süßen weißen Hoppelhäschen völlig durchdrehen würden und auf die fixe Idee kämen, die Weltherrschaft an sich zu reißen? Nein? Nun, das scheint auch nicht allzu realistisch zu sein. Doch in "Raving Rabbids" passiert genau das. Rayman wurde von einem riesigen Killer-Robot in Hasengestalt gefangen genommen und dient nun der Unterhaltung der Hasenmenge in einer Art Kolloseum. In der Arena muß er sich den verschiedensten Herausforderungen stellen, um schließlich zu entkommen. Doch dafür benötigt er jede Menge Klopömpel, mit denen er sich eine Leiter zum befreienden Fenster bauen muss. In die Arena gelassen, gilt es jeweils mindestens 3 von 4 Minispielen zu bestehen, damit der Ausgang geöffnet wird. Freilich nur, um wieder vom Ober-Hasen in die Zelle gesperrt zu werden, aber immerhin mit einem neuen Klopömpel für jede bestandene Runde. Die ungefähr 40 Minispiele in insgesamt 70 Variationen strotzen dabei mit jeder Menge durch geknallter Hasen, die es auf die eine oder andere Art zu besiegen gilt. Von Hammerwurf mit einer Kuh über Karaoketanz im richtigen Rhythmus bis zur Zwangsernährung der nicht mehr ganz so süßen Hasen.

Beim Küheweitwurf kommen die Schwächen der PC-Steuerung zum TragenBeim Küheweitwurf kommen die Schwächen der PC-Steuerung zum Tragen

Schwächen bei Langzeitmotivation und Steuerung

Die Präsentation des Spiels ist durchaus als gelungen zu bezeichnen. Unser Held kommt genretypisch im bunten Comic-Look daher. Alles in allem ist der Titel wahrscheinlich eher für jüngere Spieler interessant, auch wenn es durchaus den einen oder andern humoristischen Seitenhieb für ältere Spieler gibt. Besonders heftig grinsen musste ich, als sich bei der Shooter-Variante im Spiel das erste mal ein Hase im Sam-Fisher-Look mit Nachtsichtgerät von einer Palme abseilte. Doch im gesamten muss man schon sagen, dass vor allem der Schwierigkeitsgrad eher für Kinder angelegt ist. Amüsant sind die Kampfschreie der durchgeknallten Hasen, die Dudel-Musik nervt eigentlich eher, wenn man einmal von den Tanzspielen absieht, wo es gilt zu solchen Klassikern wie "Labamba" im Rhythmus zu tanzen. Bei der Steuerung merkt man als PC-Spieler sehr, dass der Titel in erster Linie für Konsole entwickelt wurde. So lässt sich beispielsweise der Kühe-Weitwurf mit der Maus nur unbefriedigend lösen, was man dann im Spiel auch bitter erfahren muss. Obwohl ich es nicht selbst ausprobiert habe, vermute ich sehr, dass das Spiel auf dem neuen Nintendo Wii mit seiner revolutionären Steuerung voll seine Stärken ausspielen kann.

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