Test Tekken Tag Tournament 2 - Gelegentliche Imbalance, Fakten und Meinung

Festgenagelt und gefrustet

So schön auch die Flut an Kämpfern und die taktisch ausgefeilten Duelle sind: Namco stopft mal wieder zu viel in das Spiel, entscheidende Details bleiben auf der Strecke. Etwa die immer noch unglaublich nervigen "Juggle"-Kombinationen.

Es fehlt nur noch der Käse, und dieser Hintergrund wäre das perfekte Klischee.Es fehlt nur noch der Käse, und dieser Hintergrund wäre das perfekte Klischee.

Wenn euch ein geübter Gegner in die Luft, auf den Boden oder gegen die Wand schleudert, könnt ihr den Controller getrost zur Seite legen und erst mal Kaffee kochen gehen. Endlose Schlagserien und sekundenlanges Nachsetzen, gegen das sich der Getroffene nicht wehren kann, sind an der Tagesordnung.

Das sorgt für Frust. Eine weniger überladene Manöverliste und dafür mehr machbare Konterangriffe wären sinnvoller. Das etwas gedrosselte Spieltempo erweckt zudem den Eindruck, dass manche Aktion zu lange dauert, um wirklich treffen zu können.

Oft könnt ihr eurem kostbar aufgeladenen, unblockbaren Dampfhammerarm zusehen, wie er ins Leere fliegt. Den nutzt ihr dann auch kein zweites Mal.

Gelegentliche Imbalance

Eingespielt und in der Wechseltechnik firm entstehen aber dynamische Duelle, die hin und wieder von unfairer Balance gestört werden.

Das sieht schmerzhaft aus.Das sieht schmerzhaft aus.

Ihr tut gut daran, neben alten Haudegen wie Jin, King und Heihachi auch die neueren Figuren der Serie ausgiebig einzustudieren.

Rüpelriese Miguel etwa hat mächtig Wumms in Armen und Beinen, während Zafina mit ihren spinnenartigen Bewegungen völlig unberechenbare Attacken loslässt. Und wenn ihr fleißig seid und euch durch die verschiedenen Modi prügelt, könnt ihr viel Zusatzmaterial freischalten, mit dem ihr eure Figuren im Charaktereditor ausstaffieren könnt. Wer's mag...

Fakten:

  • taktische und dynamische Duelle
  • riesige Kämpferriege, die kaum Wünsche offen lässt
  • umfangreiche Modi, offline wie online
  • witzige Endvideos und diverse Boni freispielbar
  • unfaire Endloskombinationen
  • viele Figuren spielen sich fast identisch
  • überladene Manöverlisten
  • ist für PS3 und Xbox 360 erschienen

Meinung von Michael Schock

Die Kritik am Kampfsystem haben die Entwickler sich nicht wirklich zu Herzen genommen. Immer noch nerven euch endlose Schlagserien, Anfänger haben gegen geübte Spieler keine Chance. Die große Kämpferauswahl entschädigt dafür, hier bleibt kaum ein Wunsch offen. Außerdem ist auch das neuste Tekken der ideale Partyprügler.

Dank einfach zu kombinierender und oft rein aus Zufall von euch zusammengeschusterten Schlagserien hagelt es Lacher und Staunen, wenn sich ausschließlich Neulinge an den Controller wagen. Die frischen Mannschafts-Attacken gehen gut von der Hand, die vielen Zusammenstellungen halten euch lange bei Laune. Müssen sie auch, denn bis zur notwendigen Entschlackung der Serie wird es wohl noch einige Zeit dauern.

80

meint: Eine riesige Auswahl an Figuren lässt den Tekken-Freund jubeln. Bei den Attacken herrscht hingegen zu große Vielfalt. Nicht perfekt, aber auf dem richtigen Weg!

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