Test PES 2013 - Defensiv stark, an der Pfeife schwach

Defensiv stark, an der Pfeife schwach

Defensiv ist PES 2013 ähnlich gut aufgestellt wie in der Offensive. In der Abwehr habt ihr erstmals die Möglichkeit, dem Angreifer den Ball vom Fuß zu stibitzen. Dazu drückt ihr während der Verfolgung im richtigen Moment zweimal die Pass-Taste.

Alt gegen neu. Oder: Ronaldinho gegen Neymar.Alt gegen neu. Oder: Ronaldinho gegen Neymar.

Weniger hilfreich ist das Grätschen. Immer wieder fällt auf, dass es dafür nur wenige Animationen gibt und ihr häufig gnadenlos am Ball vorbeipflügt. Das kann die Konkurrenz Fifa 13 deutlich besser. Wo Spieler grätschen, pfeift der Schiedsrichter auch gerne.

Die Kartenzieher agieren knallhart und geben teils zu schnell die gelbe Karte. Manchmal bestrafen sie sogar eine Grätsche von der Seite mit rot. Auch passives Abseits kennen sie nicht.

Ähnlich schmalspurig agieren die Zuschauer in den über 40 Stadien. Besonders bei Spielen mit Deutschland fällt auf, dass das Publikum teilweise nur ein Lied beherrscht. Das ist unauthentisch und monoton.

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Von Grillen und Fischen

Die größte Schwachstelle von Pro Evolution Soccer bleibt auch in diesem Jahr die Präsentation. Deren Schwäche beginnt im Menü. Es ist unübersichtlich und optisch unauffällig.

Artistische Einlagen wie Seitfall- oder Fallrückzieher sind natürlich auch im Spiel möglich.Artistische Einlagen wie Seitfall- oder Fallrückzieher sind natürlich auch im Spiel möglich.

Während des Ladebildschirms blenden die Entwickler vor einem Spiel die Mannschafts-Logos ein, im Hintergrund ist das Stadion zu sehen. Nur das Grillenzirpen fehlt noch. Das ist heutzutage nicht mehr der Stand der Dinge.

Beim Auflaufen applaudieren die Zuschauer zwar, aber erzeugen nie eine Hexenkessel-Atmosphäre. Dafür fehlt es an Originalgesängen, lauter Musik aus den Stadion-Boxen - und Spielern, die beim Mitsingen der Nationalhymne ihre Münder nicht wie Fische bewegen.

Auch auf dem Platz präsentiert sich das Spiel nüchtern. An der Seitenlinie bewegen sich die Trainer zwar auf und ab, animierte Balljungen und Kameramänner mit mehr als einem Bewegungsablauf wären allerdings nett. Positiv fällt auf: Die Spieler rufen sich hörbar Anweisungen zu. Je nach Liga und Nationalmannschaft in der jeweiligen Landessprache.

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