Test Torchlight 2: Endlich mit Mehrspieler-Modus!

von Roland Mühlbauer (23. Oktober 2012)

Torchlight versorgte 2009 die dürstende Diablo-Anhängerschaft mit neuem Action-Rollenspielfutter. Nur der Mehrspieler-Modus fehlte. Jetzt die frohe Botschaft: Torchlight 2 hat diesen Mangel behoben!

In Torchlight 2 geht es wieder farbenfroh zur Sache.In Torchlight 2 geht es wieder farbenfroh zur Sache.

Vor über 15 Jahren setzte Blizzards Diablo Maßstäbe im Bereich der Action-Rollenspiele. Und zwar mit seiner Melange aus Monster totklicken in Echtzeit, Beute sammeln und Charakter entwickeln.

Diablo 2 entwickelte sich aufgrund der ausbalancierten Charakterklassen, der enormen Vielfalt an Ausrüstungsgegenständen und dem kostenfreien Battle-Net zum Online-Dauerbrenner.

Das im Mai 2012 erschienene Diablo 3 wiederum nervte viele Anhänger aufgrund des permanenten Online-Zwangs und des ins Spiel eingebundenen Echtgeld-Auktionshauses zum Ersteigern neuer Ausrüstung.

Deshalb erwarteten viele mit Spannung Torchlight 2, den Nachfolger des vor drei Jahren von den Diablo-Vätern Max und Erich Schäfer entwickelten Torchlight. Das erste Torchlight punktete durch farbenfrohe Comicgrafik, treue tierische Begleiter, abwechslungsreiche Level, einen Editor für leicht erstellbare Modifikationen und den günstigen Preis.

Alte Stärken und ausgemerzte Schwächen

All die Stärken des Vorgängers bietet nun auch Torchlight 2. Darüber hinaus haben sich die Entwickler der wenigen Kritikpunkte von Teil 1 angenommen.

Auch dem Hochgebirge stattet ihr einen Besuch ab.Auch dem Hochgebirge stattet ihr einen Besuch ab.

Beispiel Umgebung: Nun spielt sich das Geschehen nicht nur in Minen, Höhlen und Ruinen ab, sondern ihr bereist in den 44 Arealen auch die Oberwelt. Von Glühwürmchen erhellte Dschungel wechseln sich ab mit schneebedeckten Bergen, tiefen Schluchten, Wüsten samt Schiffsgerippen und drei Städten.

Auch an einen Mehrspielermodus hat Entwickler Runic diesmal gedacht: Problemlos könnt ihr vom Einzelspielermodus in eine LAN-Partie oder ein Onlinespiel wechseln. Dort tretet ihr mit bis zu fünf Mitstreitern gegen die Monsterbrut an, die entsprechend mehr aushält. Allerdings nimmt mit jedem Mitspieler das Chaos auf dem Bildschirm exponentiell zu.

Die Hatz auf den Obermotz

Torchlight 2 setzt die Geschichte des Vorgängers fort: Der böse Boss Ordrak ist besiegt, aber sein Herz schlägt weiter und verdirbt einen der drei bisherigen Helden, den Alchimisten.

Diesem Wächter des Wassers hat der böse Alchimist Energie abgezapft.Diesem Wächter des Wassers hat der böse Alchimist Energie abgezapft.

Die anderen beiden, Destroyer und Vanquisher, fallen bei dem Versuch, ihn aufzuhalten. Also zieht der Alchimist eine Spur der Verwüstung quer durchs Land. Macht nichts, denn schon erheben sich vier neue Helden.

Allerdings sind sie stets einen Schritt hinterher, so dass ihr mehr als einmal im Verlauf der ca. 20 Stunden Spielzeit etwas hört à la "Schön, dass ihr gekommen seid. Leider zu spät. Der Alchimist ist schon nach xyz weitergezogen."

Warum ihr auf seinen Spuren permanent irgendwelche anderen Monster verkloppen sollt, bleibt eurer Fantasie überlassen. Eine aufwendig inszenierte Hintergrundgeschichte gehört nicht zu den Kernkompetenzen von Torchlight 2.

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