Doom: Wie ein Spiel die Welt erobert. Und bald geht's weiter

(Special)

von Thomas Stuchlik (13. Oktober 2012)

DOOM! Seit 19 Jahren sorgen vier Buchstaben für glänzende Augen bei PC-Spielern und wütende Proteste bei Politikern. Das hat einen Grund.

Der Horror-Aspekt macht die Serie zum Kult (im Bild: Doom 3).Der Horror-Aspekt macht die Serie zum Kult (im Bild: Doom 3).

Mordsimulation, Spielspaß-Offenbarung, Kulturphänomen: Kaum eine andere Spielserie sorgt derart für Furore quer durch die Gesellschaft wie der Ego-Shooter Doom (1993) (auf deutsch: Verderben). Der erste Teil von 1993 verändert die Spielelandschaft nachhaltig. Schließlich bildet das einfache Spielprinzip die Vorlage für nahezu alle darauffolgenden Genre-Vertreter.

Gleichzeitig zaubern vor allem Teil 1 und 3 für damalige Verhältnisse eine erstklassige Grafik auf dem Bildschirm, die zum Aufrüsten des eigenen Rechners geradezu auffordern. Ein weiteres Schlüsselelement ist die offene Programmstruktur, die die Spielreihe zum Paradies für Modder macht (siehe Seite 6).

Auch mit dem deutschen Jugendschutz stand Doom lange auf Kriegsfuß. Die ersten beiden Spiele landen umgehend auf dem Index der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM, siehe Seite 5).

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Die Evolution von Doom

Das tat der Beliebtheit keinen Abbruch. Im Gegenteil, denn das Vertriebsmodell als sogenannte Shareware ist seiner Zeit Jahre voraus (siehe Seite 3) und findet schon in der Anfangszeit zehn Millionen Abnehmer.

Doom - wie alles begann

Am 10. Dezember 1993 fällt bei id Software (gesprochen: "itt" und nicht "ei die") der Startschuss zur Revolution des Ego-Shooters. Doom (1993) brilliert mit ausgefeilten Levels aus der Feder von John Romero und Sandy Petersen.

Hervorragende Spielbarkeit und ausgereifte Technik machen Doom zum Hit.Hervorragende Spielbarkeit und ausgereifte Technik machen Doom zum Hit.

Dazu kommt eine grandiose Spielbarkeit dank der Spielengine von John Carmack. Noch heute spielt sich die Ballerei wunderbar flott - selbst mittels Tastatursteuerung ganz ohne Maus. Da können sich so manch moderne Shooter noch eine Scheibe abschneiden.

Natürlich ist Doom nicht der erste Ego-Shooter, der jemals erschienen ist. Allerdings definiert er die Genre-Standards neu. Egal ob bei den Gegnerwellen, dem Waffenarsenal, den simplen Schalterrätseln oder der damals bahnbrechenden Grafik. Auch wenn die mit Texturen tapezierte Polygon-Umgebung und zweidimensionale Gegner aus Bitmap-Grafik heute keinen mehr vom Hocker reißen.

Überhaupt ist der erste Teil ein recht zweidimensionales Spielerlebnis. Denn der Held kann weder hüpfen noch nach oben oder unten schauen. Doch es gibt Höhenunterschiede sowie Aufzüge.

Schon gewusst? Das Spiel sollte ursprünglich eine offizielle Versoftung zum Actionfilm Aliens werden (einer der damaligen Lieblingsfilme der Macher).

Weiter mit: Mehrspielerrevolution / Erfolgsmodell Shareware / Doom 2

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