Test Planets under Attack: Strategiehappen, der Laune macht

von Christian Brück (15. November 2012)

Nach Strategie-Schwergewichten wie Anno 2070 oder Xcom - Enemy Unknown folgt nun mit Planets under Attack ein kleines, aber feines Genre-Kleinod.

Die Hintergrundgeschichte von Planets under Attack hat durchaus einen kritischen Charakter.Die Hintergrundgeschichte von Planets under Attack hat durchaus einen kritischen Charakter.

Planets under Attack stammt vom russischen Entwickler Targem Games, der den Wenigsten von euch etwas sagen dürfte. Spiele wie Insane 2 oder Armageddon Riders sind wahrscheinlich an allen außer den Genre-Nerds vorbeigegangen. Jetzt versuchen es die Russen mit Weltraumstratgie - und das klappt recht gut.

Ihr verkörpert den turrianischen Raumfahrer Mr. Goodman. Trotz seines Namens ist der Gute ein harscher Kapitalist (wie ungefähr jeder Mensch, auf den ihr im Spiel trefft - riecht das etwa nach Gesellschaftskritik?). Euer virtuelles Ich ist dementsprechend nicht im Weltraum unterwegs, um der Wissenschaft zu helfen, sondern, um Geld zu scheffeln.

Neben Menschen gibt es im Spiel-Universum noch kapitalistische Roboter (die allerdings auf Energie und nicht auf Geld abfahren), kapitalistische Zombies und aggressive Außerirdische. Die Außerirdischen greifen ausnahmslos jeden an, sobald sie geschlüpft sind. Viel mehr Hintergrund gibt es nicht. Die aufgesetzten Wendungen der Geschichte sind schwach und fühlen sich eher nach Alibi, denn nach durchdachtem Stoff an. Doch es kommt zum Glück auf das Spielgeschehen an.

Basenbau, Sternenkarte, Planetentypen und Missionen

Im Grunde ist Planets under Attack ein klassisches Echtzeit-Strategiespiel, bei dem ihr feindliche Planeten per Mausklick mit euren Kampfgeschwadern einnehmen sollt. Bei den Kämpfen gilt: Wer mehr Truppen hat, gewinnt.

Die Bosskämpfe sind sehr schwer und kosten viele Nerven.Die Bosskämpfe sind sehr schwer und kosten viele Nerven.

Gleichzeitig dürft ihr den Ausbau eurer Planeten nicht vergessen. Planeten gibt es in drei Typen: Bankplanet, Festungsplanet und Siedlungsplanet. Der Bankplanet bringt euch Kohle, der Festungsplanet ist eine Art Geschützturm und auf dem Siedlungsplaneten entstehen permanent neue Truppen. Festungs- und Siedlungsplaneten lassen sich in drei Stufen ausbauen, was Verteidigungs- oder Geschwindigkeitsboni bringt, aber auch einiges an Geld kostet.

Das ist vor allem deswegen knifflig, weil Geld ein spielentscheidender Faktor ist: ohne Geld lassen sich keine Angriffe durchführen.

Zwischen den Missionen habt ihr die Möglichkeit eure Truppen und Planeten in eurer Kommandozentrale durch freischaltbare Technik zu verbessern (zum Beispiel: Schiffe verteilen 30 Prozent mehr Schaden, sind aber 20 Prozent langsamer). In eurer Zentrale steuert ihr außerdem die Missionen auf der Sternenkarte an.

Missionen gibt es in vier Arten: Eroberung (alle Planeten sollen erobert werden), Domination (Planeten sollen für eine bestimmte Zeit gehalten werden), King of the Hill (wie Domination - allerdings verliert ihr eure erkämpfte Zeit, sobald der Gegner diesen Planeten erobert) und PayBack (verteidigt euch gegen Geldeintreiber und zahlt gleichzeitig Schulden zurück). Zwischendurch gibt es noch mächtig knackige Bosskämpfe, die den Tester viele Nerven gekostet haben.

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