Test XCOM - Enemy Unknown - Interview, Fakten und Meinung

Interview mit dem Produzenten von Xcom

Während des Tests hatte spieletipps Gelegenheit mit Garth DeAngelis,Produzent von Xcom - Enemy Unknown,zu sprechen.

Garth DeAngelis, der Produzent von Xcom (mit weißem Hemd), stand uns für ein Interview zur Verfügung.Garth DeAngelis, der Produzent von Xcom (mit weißem Hemd), stand uns für ein Interview zur Verfügung.

Im Gegensatz zu den Zufallskarten des Originals gibt es im neuen Xcom handgebaute Areale, in denen man die Aliens bekämpft. Wie viele davon gibt es genau? Wird man beim wiederholten Durchspielen des Spiels viele Wiederholungen sehen?

Garth DeAngelis: Es gibt ungefähr 80 Karten in Xcom - Enemy Unknown. Wenn ich noch Variationen wie veränderte Startpositionen einrechne, wird diese Zahl noch größer. Der Plan ist, dass ihr während zweier Kampagnen nie die gleichen Karten sieht. Selbst, wenn doch einmal eine Karte kommt - die Positionen der Aliens werden neu sein. Es macht viel aus, ob man zum Beispiel auf einer engen, schlauchartigen Karte gegen Sektoiden oder gegen Mutonen kämpft.

Zwischen den Schwierigkeitsgraden Klassisch und Normalbestehtein himmelweiter Unterschied. Ist die Gegnerintelligenz auf "Klassisch" tatsächlich schlauer oder variiert ihr nur ein paar Zahlenwerteund Trefferwahrscheinlichkeiten?

Die Künstliche Intelligenz mogelt nicht - auf Schwierigkeitsstufe Klassisch lösen wir die Handbremse und lassen das Spiel machen. Wir entfernen auch einige der Startboni, die der Spieler auf den niedrigeren Schwierigkeitsstufen hat. Das ist in den Kampfeinsätzen natürlich spürbar. Ihr glaubt vielleicht, auf Normal würde euch ständig das Geld ausgehen? Viel Spaß auf Klassisch, da kann das Monatsende nicht schnell genug kommen.

"Einen Aquatoiden suchen, der sich irgendwo in einem Wandschrank versteckt"

Werdet ihr das Spiel als Grundlage nutzen, auch eine Neuauflage von Xcom - Terror from the Deep zu veröffentlichen? Das Spiel war zwar albtraumhaft schwer, aber viele Leute mochten die von den Romanen H. P. Lovecrafts inspirierte Unterwasseratmosphäre, die Luftbläschen-Effekte beim Abfeuern der Waffen und das einzigartige Dieselpunk-Ambiente der Aliens.

Das Original Xcom war schon hart, aber Terror from the Deep setzte nochmal ein paar Schippen drauf. Jeder, der dieses Spiel einmal gespielt hat, kann Horrorgeschichten darüber erzählen, dass er ein ganzes Kreuzfahrtschiff nach dem allerletzten verbliebenen Aquatoiden durchsuchen musste, der sich irgendwo in einem Wandschrank versteckte. Meine erste Amtshandlung ist jetzt erst einmal ein ausgedehnter Urlaub ... und danach? Wir werden sehen.

Dieses Video zu XCOM - Enemy Unknown schon gesehen?

Fakten:

  • Neuauflage eines Klassikers von 1994
  • umfassende Einstiegsmissionen bringen euch die Grundzüge des rundenbasierten Spiels bei
  • spannender, optionaler Iron-Man-Modus: kein Laden von Spielständen, wenn etwas schief geht - jede Entscheidung ist endgültig
  • ein Dutzend verschiedene Alien-Gegner
  • Rollenspiel-System für eure Soldaten: Scharfschützen, Sturmsoldaten, MG-Schützen und Unterstützer erlernen Fähigkeiten
  • Forschung und Produktion: baut Labors und Werkstätten, um eure Xcom-Soldaten mit den neuesten Gerätschaften auszustatten
  • 4 Schwierigkeitsstufen: Einfach und Normal sind nicht besonders schwer, Klassisch und Unmöglich werden euch zum Heulen bringen
  • toller Soundtrack von Michael McCann (Deus Ex - Human Revolution)
  • Laserwaffen, Plasmagewehre, Betäubungsschocker, fortschrittliche Rüstungen, Granaten, Medikits und vieles mehr: rüstet eure Soldaten mit allem aus, was nötig ist, um die Aliens zurückzuschlagen
  • komplett zerstörbare Schlachtfelder
  • mit Maus und Tastatur genausogut steuerbar wie mit dem Gamepad
  • erhältlich für PC, Xbox 360 und PlayStation 3

Meinung von Christian Weigel

Mein kleiner Xcom-Trupp ist mir unglaublich ans Herz gewachsen. Ich habe ihnen im Spiel die Namen von Freunden verpasst, habe sie ausgerüstet und in den Krieg geschickt. Wie ein besorgter Vater habe ich darauf gewartet, dass sie aus der Schlacht zurück kehren. Und immer, wenn einer fiel, ist auch ein Teil von mir gestorben.

Es ist ein kleines Wunder, dass es Xcom - Enemy Unknown überhaupt gibt. Firaxis ist mit der Neuauflage eines verstaubten Rundenstrategiespiels mit einer nicht besonders originellen Geschichte ein beträchtliches Risiko eingegangen. Immerhin hat das Original auch heute noch einige Anhänger.

Ich mag, dass es nicht einfach ein 1:1-Aufguss des Originals ist. Firaxis traut sich in vielen kritischen Bereichen wie zum Beispiel beim Inventar oder den berüchtigten Zeiteinheiten einen neuen Weg zu gehen. Das passt vielleicht nicht allen Liebhabern des Originals. Diese Ansicht teile ich nicht. Xcom ist spielbarer geworden, als es das klobige Original je war. Es gibt dem Spieler mit dem Fähigkeiten-System der Soldaten neue Werkzeuge gegen die Alien-Bedrohung in die Hand und gehört einer neuen Generation von Spiel an. Trotzdem fängt es den Geist der Vorlage mühelos ein. Xcom ist das beste Rundenstrategie-Spiel geworden, das ich je gespielt habe.

90 Spieletipps-Award

meint: Alle Zweifel waren unberechtigt: XCOM - Enemy Unknown schafft es, das Erbe eines der großartigsten Strategiespiele aller Zeiten anzutreten.

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