Vorschau Puppeteer: Abseits der Massentauglichkeit

von Thomas Stuchlik (16. Januar 2013)

Eindeutig verrückt. So präsentiert sich Puppeteer. Sony kombiniert Hüpfspiel, Theaterstück und ungewöhnliche Spielmechanik zu einer Humor-Bombe erster Klasse.

Das erfrischend andere Spielkonzept ist bereits drei Jahre in der Entwicklung.Das erfrischend andere Spielkonzept ist bereits drei Jahre in der Entwicklung.

Japan ist bekannt für seine durchgedrehten Spielideen. Doch was gerade im Sony Studio Japan entsteht, ist nicht nur das Machwerk irrsinniger Fernost-Fantasien. Denn der englische Projektleiter Gavin Moore ist ein Verfechter britischen Humors und Anhänger von Monty Python und Tim Burton. Und genau diese Ost-West-Kombination sorgt für eine skurrile Entwicklung namens Puppeteer.

Skurril ist dabei vor allem die Inszenierung, die einem Theaterstück gleicht. Der Bildschirm fungiert hier als Bühne. Eine Bühne, die sich ständig wandelt.

Auch die Spielmechanik (dazu gleich mehr) und die Geschichte gestalten sich haarsträubend eigenartig. Der fiese Bärenkönig herrscht in seinem düsteren Schloss auf dem Mond. Dabei hat er nichts Besseres zu tun, als arme Kinderseelen zu rauben. Gleichzeitig gerät Hauptdarsteller Kurato in seine Fänge. Kurzerhand steckt ihn der Oberfiesling in einen kopflosen Puppenkörper und wirft ihn in seinen Kerker. Doch das ist erst der Anfang der Geschichte.

Hüpferei mit Köpfchen

Der zweidimensionale Spielablauf gestaltet sich durch und durch klassisch. Puppeteer nimmt sich zahlreiche Anleihen aus offensichtlichen Vorbildern wie New Super Mario Bros. oder Little Big Planet. Und so springt ihr geschickt durch die Gänge der düsteren Mondburg und dessen Einrichtung. Gleichzeitig weicht ihr rollenden Fässern und Gegnern aus und überspringt gähnende Abgründe.

In der Burg hüpft ihr auch über Kochtöpfe und Hamburger.In der Burg hüpft ihr auch über Kochtöpfe und Hamburger.

Weitaus moderner wirkt die Aufmachung, denn die Theaterbühne entfaltet fast schon im Sekundentakt neue Kulissen und Bauten. Während des Spiels erfindet sich der Bildschirmaufbau immer wieder neu.

Die zündende Idee für dieses Konzept kommt dem Entwicklerchef übrigens beim japanischen Puppentheater namens Bunraku. Denn hier wird die Bühne auch vor den Augen des Publikums umgebaut. Das erste Probespiel bei den Entwicklern in Tokio beweist viel optische und spielerische Abwechslung.

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Tags: Koop-Modus   Multiplayer   Singleplayer  

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