Test 007 Legends - Künstliche Dummheit und schlechte Schleicherei

Künstliche Intelligenz: Schlau aber dumm

Eure Feinde haben offenbar mit einem mentalen Wackelkontakt zu kämpfen. Solange alle künstlichen Synapsen funktionieren, suchen sie sich Deckung an sinnvollen Plätzen. Und scheuchen euch mit Granaten aus der euren. So soll es sein.

Da hilft auch nicht Beißers Muskelkraft. Wer zu dumm ist, in Deckung zu bleiben, bekommt bleierne Geschenke.Da hilft auch nicht Beißers Muskelkraft. Wer zu dumm ist, in Deckung zu bleiben, bekommt bleierne Geschenke.

Doch jedem dieser lichten Momente folgt eine Szene, die aus einem Slapstick-Film stammen könnte. Beispielsweise verlassen Gegner ihre Deckung, sobald sie euch mehr als ein paar Sekunden lang nicht sehen.

Dann stehen sie schutzlos im Raum und lassen sich nacheinander erschießen. Leichenhaufen sehen die defensiven Spieler unter euch also nicht selten.

Gerne stellen sich Gegner nämlich nacheinander an dieselbe Stelle, an der schon fünf Herren vor ihnen verreckt sind. Dann fällt besonders auf, dass beinahe alle Feinde gleich aussehen. Eine Klon-Armee bekämpfen wir lieber als Jedi-Ritter. Lichtschwerter bietet das Spiel aber keine.

Schleich-Passagen: So wird das nix

Ein echter Bond ballert natürlich nicht nur. Sondern schleicht sich zeitweise auch unbemerkt durch Levelabschnitte. Dafür hat er auf seiner Agenten-Armbanduhr einen Bewegungsmelder.

Schleichen? Pah! Einfach alle töten! Ihr seid schließlich kein Spion ... Moment ... Mist.Schleichen? Pah! Einfach alle töten! Ihr seid schließlich kein Spion ... Moment ... Mist.

Dessen Nutzen scheitert aber schon an der Größe. Auf dem popelig-kleinen Gerät erkennt ihr fast nichts, sofern ihr nicht auf einem Riesen-Fernseher spielt. Selbst die Agenten-Uhr aus früheren Micky-Maus-Heften wäre da sinnvoller gewesen.

Macht aber nix - in den meisten Abschnitten könnt ihr euch auch bedenkenlos brachial durch eure Kontrahenten schießen. Schließlich könnt ihr keine Leichen verstecken, während eure Gegner bei jedem Kontakt mit dem Tod eines Klon-Kumpanen sofort Alarm schlagen. Die Schleich-Elemente wirken im Spiel wie ein netter Einfall, den nie jemand zu Ende gedacht hat.

Agenten-Ausrüstung und Fahr-Einlagen

Gelegentlich macht ihr auch Gebrauch von anderer Agenten-Ausrüstung. So ist in eurem Smartphone (gleiches Fabrikat wie im Film Skyfall, Firmenlogo immer schön im Bild) eine Spezial-Kamera eingebaut, mit der ihr beispielsweise Giftgase analysieren oder Computer hacken könnt. Solche Manipulationen laufen in Minispielen ab, in denen ihr die Knöpfe am Controller mit der richtigen Kraft drücken müsst.

Trotz Hummer sind auch die Fahr-Einlagen alles andere als delikat.Trotz Hummer sind auch die Fahr-Einlagen alles andere als delikat.

Abwechslung bringen auch diese Spielchen nicht. Ebenso wenig wie die Waffen-Modifikationen, die ihr an speziellen Ausrüstungskisten kaufen könnt. Die verbessern eure Schießprügel unterm Strich so gut wie gar nicht. Wenn ein neuer Lauf doch wenigstens etwas an dem unecht-blechernen Klang ändern würde ...

Die Verfolgungsjagden bringen immerhin Abwechslung. In der rund fünf Stunden langen Kampagne gibt es eine Handvoll dieser Passagen. Die sind zwar nichts anderes als Actionspiel-Standardkost, vermitteln aber immerhin ein ordentliches Gefühl von Geschwindigkeit.

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