Test Lucius: Satansbraten auf Seelensuche

von Christian Brück (31. Oktober 2012)

Das Horror-Adventure Lucius hat durch das dazugehörige Werbefilmchen viele Erwartungen geweckt. Ob es diese erfüllen kann, seht ihr im Test.

Das ist Lucius, der Protagonist des gleichnamigen Spiels.Das ist Lucius, der Protagonist des gleichnamigen Spiels.

Im Erstlingswerk von Shiver Games spielt ihr den 6-jährigen Knaben Lucius. Das Kind wohlhabender Eltern wächst - umgeben von Bediensteten und Freunden der Familie - in einem riesigen Haus auf. Bis zu seinem sechsten Geburtstag scheint Lucius ein ganz normaler, etwas stiller Junge zu sein.

Doch das ändert sich schnell. Noch in der Nacht seines Geburtstags erscheint ihm im Schlaf sein wahrer Vater. Der Teufel. Er hat einen Auftrag: Lucius soll Seelen sammeln. Und die bekommt er nur, wenn er Menschen umbringt. Also macht sich Lucius auf, die Bewohner des Hauses auf möglichst kreative Art um die Ecke zu bringen.

An sich wäre das ein fruchtbarer Aufhänger für eine Horrorgeschichte à la Silent Hill , doch das Ganze ist leider nicht gut umgesetzt. Eure Morde für den Teufel sind stur aneinandergereiht, lediglich unterbrochen von nicht sonderlich aufschlussreichen Monologen des ermittelnden Kommissars sowie zwischenzeitlichen Besuchen eures Vaters Luzifer. Ansonsten steht ihr morgens auf, sucht euer Opfer und tötet es.

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Eindrücke aus Lucius

Das war's. Auch ein wirkliches Motiv für die Morde sucht ihr vergeblich. Der einzige Antrieb, den Lucius für seine Gräueltaten zu haben scheint, ist der Auftrag seines alten Herrn. Gegen Ende des Spiels gibt es doch noch Hoffnung für etwas mehr Tiefgang, die die Entwickler aber nicht erfüllen.

Trickreiches Töten - leider eingeschränkt

Die Spielmechanik von Lucius ist im klassischen Adventure-Stil gehalten: So lauft ihr mit Lucius durch das Herrenhaus, überlegt, wie ihr am besten das nächste Opfer um die Ecke bringt und sammelt Gegenstände wie in Forbidden Siren.

Euer Tagebuch gibt euch nützliche Tipps.Euer Tagebuch gibt euch nützliche Tipps.

Oder ihr wendet die fünf teuflischen Fähigkeiten an,die euch euer Vater beigebracht hat. Eigentlich ist die Idee klasse, die Kreativität des Spielers fordern zu wollen. Auch wenn die Kreativität sehr makabrer Herkunft ist - schließlich geht es hier um das Töten von Menschen.

Allerdings macht das schlechte Rätseldesign die an sich gute Idee zunichte. Erstens ist die Handlungsfreiheit sehr eingeschränkt, da es stets nur eine einzige Möglichkeit gibt, ein Opfer ins Nirvana zu befördern.

Zweitens liegen die Gegenstände, die ihr zum Morden braucht, manchmal so arg verstreut im Haus, dass ihr eine halbe Stunde braucht um sie zu finden. Drittens schwankt die Schwierigkeit der Rätsel stark, so dass ihr teils auf den ersten Blick seht, was zu tun ist und teils ratlos auf den Bildschirm glotzt.

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