Test Iron Sky - Invasion - Im Weltraum hört dich niemand gähnen, Fakten und Meinung

Im Weltraum hört dich niemand gähnen

Allerdings liefert Iron Sky keine großartigen Kosmos-Kulissen, sondern meist triste Optik. Einen Vorteil hat das: Iron Sky Invasion läuft auch auf Standard-Rechnern flüssig.

Außerdem liefern Nahangriff auf große Feindschiffe auch ein paar bessere Aussichten. Denn die Brummer sind teils gigantisch ausgefallen: Gegnerische Weltraumzeppeline mit Asteroiden im Schlepptau protzen mit Größe und Feuerkraft. Und in so ein Ungetüm ballert ihr minutenlang unzählige Salven und Raketen. Das erfordert Geduld, denn außer dem Ausweichen vor Geschossen gibt es oft nichts anderes zu tun.

Damit sich große Schiffe nicht weiter der Erde nähern, zerstört ihr zuerst deren Antriebe.Damit sich große Schiffe nicht weiter der Erde nähern, zerstört ihr zuerst deren Antriebe.

Ein wenig Abwechslung versprechen Geleitmissionen, wo ihr beispielsweise die deutsche Überläuferin Renate Richter (gespielt von Julia Dietze) zum Mond bringt. Das Spiel blendet des öfteren Filmaufnahmen mit Schauspielern ein, die die Filmmacher für das Spiel nach dem Kinofilm nachgedreht haben. Doch selbst bei den angesprochenen Geleitmissinen verkommt der Spielverlauf bald zur langwierigen Ballerei.

Zwischen den Missionen steuert ihr die internationale Raumstation und andere Raumhäfen an. Hier verkauft ihr eingesammelte Wrackteile und erwerbt genretypische Aufrüstungen für mehr Feuerkraft, mehr Schilde, mehr Energie - das hat man in älteren Spielen wie Freelancer, Frontier oder X3 alles schon dutzendfach besser gesehen. Gleichzeitig wechselt ihr auch das Schiff und setzt euch ins Cockpit eines koreanischen Aufklärers oder auch eines britischen Spitfire-Jägers.

Selbstironie mal groß geschrieben

Iron Sky Invasion überrascht mit Zwischensequenzen mit echten Schauspielern. So informiert euch ein irdischer General über das aktuelle Kriegsgeschehen, während er sich etwas zum Essen holt (!). Die Schauspieler stammen teils sogar aus der Filmvorlage.

Die realen Darsteller erinnern an Wing Commander und Command & Conquer.Die realen Darsteller erinnern an Wing Commander und Command & Conquer.

Dass sich das Spiel selbst auf die Schippe nimmt, wird spätestens beim Auftauchen der amerikanischen Präsidentin klar. Sie schickt euch bewusst auf ein Himmelfahrtskommando und plappert euch während ihres Fitnesstrainings voll. Doch selbst nach erfolgreichen Missionen hält sie eine Gehaltserhöhung für ausgeschlossen.

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Daneben beschimpft euch der gegnerische Schlachtführer in wüstem Deutsch. Das ist auch die Ausnahme, denn sonst ist e**nglische Sprachausgabe mit deutschen Untertiteln** angesagt.

Fakten:

  • routiniert aufgemachte Weltraumballerei
  • witzige Präsentation mit echten Schauspielern
  • mehrere spielbare Schiffe mit aufrüstbaren Fähigkeiten
  • lustiger Soundtrack mit amerikanischer Hymne und deutschen Volksliedern
  • spielerisch auf Dauer eintönig
  • Missionen verlaufen meist nach gleichem Schema
  • triste Optik mit seltenen Höhepunkte
  • auch als Sammleredition "Götterdammerung" erhältlich, siehe Video auf Seite 1
  • für PC bereits erhältlich, Versionen für PS3 und Xbox 360 folgen am 12. Dezember

Meinung von Thomas Stuchlik

Abgesehen von der Mond-Nazi-Thematik ist Iron Sky Invasion ein beliebiger Wing-Commander-Klon. Der Spielablauf ist simpel gestrickt und verdient sich mit gleichbleibenden Weltraumballereien kaum Lorbeeren. Die Schlachten machen mir eine Weile Spaß, aber bei großen Feindschiffen stellt sich gepflegte Langeweile ein.

Konsequent ist auch der Mangel an Modi, denn neben der Kampagne es gibt weder Online-Gefechte noch Punktejagden. Zumindest sorgt die bewusst unterirdische Präsentation mit Schauspielern aus der dritten Reihe (auch mit deutscher Besetzung) immer wieder für Lacher. Unterm Strich bleibt eine mäßig spannende Ballerei. Nach kurzer Zeit wollte ich die Nazi-Schergen am liebsten wieder auf den Mond schießen.

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meint: Die Weltraum-Action punktet mit witziger Aufmachung, leidet aber unter eintönigem Spielablauf und mauer Optik.

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