Vorschau Tomb Raider: Lara ist zurück - schöner, härter, besser?

von Olaf Bleich (04. Dezember 2012)

Der Neustart der Tomb-Raider-Reihe zeigt eine jüngere und doch merklich erwachsenere Heldin. Bedeutet härter und schöner aber auch gleichzeitig besser?

Das neue Tomb Raider: Ganz schön finster.Das neue Tomb Raider: Ganz schön finster.

Das ist wirklich kein guter Tag für die junge Archäologiestudentin Lara Croft. Erst erleidet sie in einem schweren Sturm Schiffbruch. Dann baumelt sie kopfüber von der Decke, umringt von Leichen und seltsamen kultischen Grabmalen. Und als sie sich schließlich befreit, stürzt sie schmerzhaft ab und verletzt sich dabei. Ächzend und blutend schleppt sich sie ins Freie. Sie ist auf einer Insel irgendwo im mystischen Dragon's Triangle unweit der Philippinen.

Lara friert, bibbert vor Schwäche und Kälte. Und nun gilt es zu überleben. So startet Tomb Raider - härter und intensiver als alle bisherigen Abenteuer der Kultfigur Lara Croft. Entwickler Crystal Dynamics verwandelt die einstige Superheldin in ein zerbrechliches Mädchen, das einer schier unlösbaren Aufgabe gegenüber steht: Sie soll das Geheimnis dieser mysteriösen Inselgruppe aufklären ... und dabei selbst nicht unter die Räder kommen.

Kreativchef Noah Hughes bestätigt diesen ersten Eindruck des neuen Tomb Raider: "Wir wollen mit unserem Spiel die Entwicklung von Lara Croft aufzeigen. Wir kennen sie als starke Heldin ohne Furcht. Im neuen Tomb Raider aber erkennt Lara ihre Ängste und kämpft dagegen an."

In der ersten Spielstunde ist die 21-jährige Frau Croft auf sich allein gestellt. Sie wandelt geradezu auf den Pfaden eines Connor aus Assassin's Creed 3. Sie geht jagen, entfacht ein erstes Feuer an ihrem Basislager. Doch dies ist nur der Beginn eines ganz neuen und vollkommen anderen Tomb Raider.

Lara als Überlebenskünstlerin

Nach ihrer Flucht aus der Gefangenschaft steht für Lara das Überleben in einer fremden, unwirklichen Umgebung im Vordergrund. In Zwischensequenzen und kurzen Sprachpassagen lässt sie euch immer wieder an ihrem Gefühlsleben teilhaben. Sie spricht über ihre Schmerzen, aber auch über ihren Wunsch, ihre Freunde vom Schiff wiederzutreffen.

Lara nimmt selbst von den Toten. Sie braucht den Bogen.Lara nimmt selbst von den Toten. Sie braucht den Bogen.

Die ersten Schritte sind allerdings eher koordinierte Stolperer. In einem Waldstück klettert sie einen Baum empor und holt sich den Bogen eines dort aufgeknüpften Jägers. Tomb Raider ist in seiner Darstellung von Gewalt und Brutalität deutlich erwachsener als seine Vorgänger. Die Spielwelt wirkt bedrohlich und finster.

Den Bogen benötigt Lara zur Jagd - auf Tiere und natürlich auch auf die Piratenbande, die auf der Insel ihr Unwesen treibt. Mit ihm erlegt sie einen Hirsch und nimmt ihn danach unter Tränen aus. Das Fleisch des Tieres sichert ihr Überleben, das Töten selbst macht Lara aber keinen Spaß.

"Elemente wie die Jagd nehmen zu Beginn des Spiels einen wichtigen Teil ein. Denn sie zeigen Laras Willen und ihren Selbsterhaltungstrieb. Im späteren Verlauf sind diese Ideen zwar weiterhin präsent, aber nicht mehr so essentiell. Am Anfang lernt Lara, wie sie auf der Insel überlebt. Anschließend will sie von dort wieder entkommen," erklärt Noah Hughes auf Nachfragen.

Weiter mit: Kampf gegen die Natur, Auf Erkundungstour

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