Test Fussball Manager 13: Dieses Jahr kein Meisterwerk

von Christian Brück (20. Dezember 2012)

"Never change a winning team", behauptete einst der englische Fußball-Trainer Ernest Ramsey. Ob das auch für den Fußball Manager 13 zutrifft, erfahrt ihr jetzt.

Ihr solltet eure E-Mails im Auge behalten, damit euch nichts entgeht.Ihr solltet eure E-Mails im Auge behalten, damit euch nichts entgeht.

In den vergangenen Jahren litt die Fussball Manager-Reihe von Bright Future eher unter Stillstand. Es gab nicht viel Neues zu sehen, dafür viel Altes und Bewährtes. Das erinnert an Fifa, das sich auf dem PC jahrelang wegen der stiefmütterlichen Behandlung von EA nicht weiterentwickelt hatte.

Mittlerweile hat Fifa die Kurve gekriegt, aktuell nachzulesen im Test "Fifa 13: Mögt ihr Fußball? Dann schaut euch das an". Doch wie sieht es mit dem traditionsreichen Fussball Manager aus?

Sobald ihr das Spiel startet, fühlt ihr euch vermutlich in den Fussball Manager 12 zurückversetzt. Was an sich nicht schlecht ist, schließlich staubte der Fußball Manager 12 eine Spitzenwertung ab. Nun stellt sich allerdings die berechtigte Frage, warum der geneigte Hobbytrainer dann zum Fussball Manager 13 greifen und nicht einfach bei der alten Version bleiben sollte?

Die neue Team Dynamik entpuppt sich als Mikromanagement

Die wichtigste Neuerung ist dieses Jahr die sogenannte "Team Dynamik". Mit dieser zunächst spannend und nützlich erscheinenden Funktion könnt ihr überblicken, welche Spieler in eurem Team miteinander harmonieren. Zudem sorgt die Team Dynamik dafür, dass nun jeder einzelne Spieler eurer Mannschaft persönliche Wünsche und Ziele hat, die er erreichen möchte.

Die Team Dynamik ist eine der Neuerungen im Spiel.Die Team Dynamik ist eine der Neuerungen im Spiel.

Ein Stürmer möchte zum Beispiel, dass ihr euer Spielsystem offensiver gestaltet und ein Torhüter wünscht sich, dass die Abwehr besser steht. Werden die Bedürfnisse oder die Streitigkeiten von euch nicht beachtet, kann das mitunter herbe negative Auswirkungen auf die Leistung eurer Mannschaft und die Moral einzelner Spieler haben. Mit viel Pech entscheidet sich etwa ein Spieler dafür, den auslaufenden Vertrag nicht zu verlänger - weil ihr nicht auf seine Wünsche eingegangen seid.

Zunächst klingt das alles wunderbar und unterstützt die Illusion eines "echten" Trainerdaseins. Theoretisch. Allerdings entpuppt sich die Team-Dynamik nach mehreren Spielstunden als nerviges, aber notwendiges Mikromanagement. Ihr klickt viel, erntet dafür aber wenig. Denn die positiven Auswirkungen sind meist marginal.

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