Spiele, die ihr vor dem Weltuntergang gespielt haben müsst - Tipp 5: Nuclear War

(Special)

Nuclear War

Welches Spiel solltet ihr vor dem Weltuntergang noch spielen? Hmmm, schwierige Frage.

Onkel Jo hat das perfekte Spiel zum Weltuntergang. Danach brennt in der Hölle!Onkel Jo hat das perfekte Spiel zum Weltuntergang. Danach brennt in der Hölle!

Giana Sisters ... neee, das ist zu bunt. Pinball FX 2? Eine neue Höchstpunktzahl ist vermutlich nicht mehr so befriedigend, kurz vor dem Weltende. Es sollte etwas mit einer guten Geschichte sein. Mit Tiefgang. Etwas, das euch emotional berührt. Etwas, das ihr vor Gott als keine Zeitverschwendung rechtfertigen könnt. Also welche Spiele packen euch so richtig? Heavy Rain, Nier, Mafia ... Mafia, das ist gut. Eine offene Spielwelt mit starkem Ende. Das gibt Hoffnung für die letzten Stunden.

Spielt also Mafia! Mafia ist ein geniales Verbrecherspiel. Wie in GTA arbeitet ihr euch vom Kleinkriminellen zum Schrecken der Stadt hoch. Die heißt hier Lost Heaven und verkörpert ein virtuelles San Franzisko.

Die Geschichte liefert euch einen Spannungsbogen wie bei einem guten Kinofilm, jede Menge Verfolgungsjagden und mehr Bohnen als ein mexikanischer Feuertopf - allerdings blaue. Andererseits dauert Mafia schon ein paar Tage. Hmmm ... je nachdem wann der Weltuntergang nun stattfindet, schafft ihr das vielleicht gar nicht mehr. Also Kommando zurück, doch etwas Kurzes.

In dem Fall eignet sich Nuclear War von New World Computing. Besser könnt ihr euch kaum auf den Weltuntergang einzustimmen. "Willkommen im nuklearen Krieg", begrüßt euch das Spiel. "Der Untergang ist in 32 Minuten". Hier sind die Fronten klar, was wollt ihr mehr?

Nuclear War ist ein Uralt-Strategiespiel für den Amiga, das aus der Feder der Macher von Rollenspiel Might & Magic stammt. Es gibt auch eine PC-Fassung. Das Spiel selbst ist total Banane. Es geht darum, alle Gegner mit Nuklearwaffen in die Steinzeit zu bomben.

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Nuclear War - das Weltende trägt einen Namen

Zehn Staaten stehen euch in Form ihrer Oberhäupter zur Wahl. Schnappt euch als Gegner zum Beispiel einen lustigen Diktator wie Infidel Castro, den Russen Mikhail Gorbachef, den Chinesen Mao the Pun oder den amerikanischen Kriegstreiber Ronnie Raygun und legt los. Jetzt geht es abwechselnd zur Sache. Mit Propaganda-Funktürmen saugt ihr die ausländische Bevölkerung in euer Land, mit Massenvernichtungswaffen grillt ihr den Rest.

Meinung von Joachim Hesse

Sachen mit schrägem Humor, muss man einfach lieben. Das gilt für mich genauso wie für Nuclear War. Nuclear War empfand ich schon früher als nicht besonders komplex - vielleicht gefällt es mir ja gerade deshalb so gut. Weil es nicht lange dauert könnt ihr es vor dem Weltuntergang sicher noch ein paar mal durchspielen. Danach verliert garantiert jedes andere Endzeitszenario seinen Schrecken.

Es sind die kleinen Momente, die das Spiel so großartig machen. Etwa wenn eine 50 Megatonnen-Bombe auf eurer Stadt niedergeht und das Spiel das mit "Bunker werden genutzt: Nur sechs Millionen getötet" kommentiert. Wo finde ich heute so derart politisch korrekte Spiele? Die Charaktere könnt ihr herrlich gegeneinander ausspielen. Ronald Raygun greift zum Beispiel alles an, was nicht bei drei auf dem Baum ist doch der friedliebende Jimi Farmer lässt euch zunächst in Ruhe, sofern das auf Gegenseitigkeit beruht.

Ich gebe allerdings zu: Heute hat jede Fernsehprogramm-App mehr Spieltiefe als Nuclear War und sieht auch besser aus. Aber die präsentieren sich halt auch nur einen Bruchteil so lustig. Und böser, schwarzer Humor war schon damals das schlagende Argument für dieses Strategiespiel. Und falls es euch nicht gefällt, ist mir das auch egal. Die Welt geht doch eh unter, oder?

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