Gold-Kauf in Online-Spielen: Der Markt explodiert

(Special)

von Maria Melhorn (12. Januar 2013)

Unzählige Internet-Seiten bieten Online-Spielern virtuelle Güter und Währungen gegen bares Geld an. Allerdings untersagen die meisten Spiele-Betreiber den Verkauf. Lässt sich dieser Krieg gewinnen?

Blick in eine Online-Welt: Ob hier Gold-Käufer unterwegs sind? Vermutlich ja.Blick in eine Online-Welt: Ob hier Gold-Käufer unterwegs sind? Vermutlich ja.

50.000 Gold aus World of Warcraft - Mists of Pandaria für 42 Euro. 50 Millionen Gold aus Diablo 3 für knapp zehn Euro. 50 Gold aus Guild Wars 2 für 28 Euro. Fünf Millionen Credits aus Star Wars - The Old Republic für 82 Euro. Solche Angebote stehen auf vielen Internet-Seiten.

Der Handel mit virtuellen Währungs-Gütern betrifft fast jedes Online-Spiel. Abo-Spiele wie World of Warcraft sind genauso wenig davor geschützt, wie die sogenannten Free-to-Play-Modelle im Stil von World of Tanks.

Fast überall, wo die Entwickler im Spiel Währungen anbieten, die sie an Spieler verschicken oder die diese tauschen können, gibt es entsprechende Angebote. Doch wenn die Spielhersteller diesen Handel nicht möchten, warum machen so viele Spieler mit? Die Antwort: Weil die Nachfrage besteht und es bequem ist.

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Gesperrter Account?

Klassische Online-Rollenspieler sind in ihren Spielen oft knapp bei Kasse. Gerade am Anfang einer Charakter-Karriere herrscht im Geldbeutel Ebbe. Abhilfe schafft hier entweder Zeit und Geduld oder der Kauf von Währungen aus dem Internet. Als dritte Alternative bietet mancher Spiele-Entwickler selbst den Kauf von Währungen an.

Schöne Charaktere wie diesen bekommen Gold-Käufer mit viel weniger Zeitaufwand.Schöne Charaktere wie diesen bekommen Gold-Käufer mit viel weniger Zeitaufwand.

Die meisten "Free to Play"-Spiele bieten spezielle Premium-Währungen, die ihr in einem separaten Laden für exklusive Gegenstände oder Verbesserungen ausgeben könnt. Die normale Standard-Währung im Spiel sammelt ihr in den meisten Fällen nur durch Aufgaben, Töten von Gegnern und anderen Aktivitäten - nicht durch bares Geld.

Den meisten Spielern dürfte es allerdings relativ egal sein, dass laut der Nutzungsbestimmungen vieler Online-Spiele der Erwerb von virtueller Währung über externe Anbieter verboten ist. Denn das Risiko ist gering, dass die Spielhersteller ein Konto sperrt. Teilweise ignorieren sie die Käufer von Spiel-Währung schlichtweg. Unabhängig davon, ob sie dem internen Wirtschafts-System des Spiels schaden oder nicht: Auch Gold-Käufer sind sind Kunden.

Trotzdem gibt es natürlich auch Unternehmen, die gegen Käufer von virtueller Währung vorgehen und Strafen wie die dauerhafte Sperre von Spieler-Konten verhängen.

Weiter mit: Spiel-Balance und sauberes Geld

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Tags: Online-Zwang  

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