Test Anarchy Reigns - Prügeln bis der Boss kommt

Prügeln bis der Boss kommt

Mehr als ein Lückenfüller ist die Einzelspieler-Kampagne dann aber doch nicht. Allein das Wort Kampagne ist bereits zu hoch gegriffen. Die Videosequenzen zwischen den Levels und ihre englischen Sprecher sind zwar roter Faden und Unterhaltung zugleich, doch es fehlt der Geschichte an Tiefgang, Dramaturgie und vor allem Abwechslung.

Die Charaktermodelle sehen annehmbar aus, die Umgebung ist optisch altbacken.Die Charaktermodelle sehen annehmbar aus, die Umgebung ist optisch altbacken.

In der Regel läuft das Spiel so ab: In einem abgesteckten Gebiet verprügelt ihr Gegnerwelleum Gegnerwelle. Mal mit euren Fäusten, mal mit der Spezialwaffe und mal mit herumstehenden Objekten wie Fässer - die ihr als Wurfgeschosse missbrauchen könnt. Manche Typen vertragen nur ein oder zwei Schläge, andere wehren sich sogar mit geschossenen Feuerbällen.

Das motiviert auf Dauer eher wenig, weshalb die Bosskämpfe dann die ersehnte - wenn auch kurze und primitive - Abwechslung bringen. Hier drückt ihr zwar auch nur abwechselnd auf die entsprechenden Aktionstasten - aber der Gegner ist größer, stärker und daher eine Kampf-Herausforderung.

Einfache Steuerung mit Tücken

Generell könnt ihr die Einzelspieler-Kampagne als geruhsame Aufwärmphase betrachten, bevor ihr in den Mehrspielermodus einsteigt. Auch hier nutzt ihr die Aktionstaste für Sprünge, Griffe, leichte sowie schwere Angriffe. Per Schultertaste startet ihr euren Spezialangriff - im Falle von Jack zersägt ihr eure Gegner kreuz und quer mit eurer Kettensäge. Vor gegnerischen Angriffen schützt ihr euch dagegen mit der Block-Taste oder einem Ausweichmanöver. Zur besseren Abarbeitung der Gegner könnt ihr diese gezielt anvisieren und einzeln erledigen.

Im Kampf wehrt ihr euch gegen Roboter und Mutanten mit Schlägen, Blocks und Spezialwaffen.Im Kampf wehrt ihr euch gegen Roboter und Mutanten mit Schlägen, Blocks und Spezialwaffen.

Das ist alles einfach zu lernen, aber nur schwer gezielt einsetzbar. An die Spieltiefe eines Bayonetta oder Devil May Cry 3 kommt das Kampfsystem nicht heran.

Größter Minuspunkt: Drückt ihr die Aktionstasten, führt euer Charakter die Befehle leicht verzögert aus. So ist der Faktor "Zur richtigen Zeit die richtige Taste drücken" im Kampf ausschlaggebend und entscheidet über Sieg oder Niederlage - ganz schön öde.

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Tags: Singleplayer   Multiplayer  

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