Test Anarchy Reigns - Darstellung, Fakten und Meinung

Motivierender Sound, kleine Fehler

Deutlich besser funktionieren die kleinen Arenen, in denen ihr mit vier Spielern in Zweier-Teams gegeneinander antretet. Ihr habt mehr Übersicht, mehr Kontrolle und demnach auch mehr Spaß. Insgesamt gibt es über zehn Spielmodi im Mehrspieler - hier fehlt die Abwechslung also nicht.

Überraschung: Unter den spielbaren Charakteren findet ihr auch Bekannte - wie die Hexe Bayonetta.Überraschung: Unter den spielbaren Charakteren findet ihr auch Bekannte - wie die Hexe Bayonetta.

Besonders erwähnenswert ist der Soundtrack. Jedes der über 30 Stücke ist eine Mischung aus Rock und Rap - die euch progressiv im Hintergrund laufend zu Bestleistungen motivieren. Weniger schön sind der unausgeglichene Schwierigkeitsgrad und die nicht lippensynchronen Gespräche in den Zwischensequenzen. Zusätzlich sind die Texturen vermatscht, alle Kanten sehr eckig und in den Arenen könnt ihr eigentlich nur Töten - sonst nichts.

Ihr könnt weder Gebäude betreten noch die Landschaft erkunden. Die kurze Kampagnen-Spieldauer von nur fünf Stunden mit 60 ähnlichen Missionen retten der unterhaltsame Mehrspieler-Modus sowie der geniale Soundtrack dennoch. Und immerhin verlangt Sega für Anarchy Reigns auch nur knapp 30 Euro.

Fakten:

  • knapp 60 Missionen
  • über 30 stimmige Musikstücke
  • bis zu 16 Spieler via Internet
  • nur englische Sprachausgabe
  • schön gestaltete Spezialattacken
  • wenig unterhaltsame Einzelspieler-Kampagne
  • eingängige Steuerung
  • spaßiger, fast zu chaotischer Mehrspieler-Modus
  • brachiale Action mit viel Zerstörung
  • matschige Texturen, veraltete Technik
  • erscheint am 11. Januar 2013 für PS3 und Xbox 360

Meinung von Jens-Magnus Krause

Der Titel des Spiels sagt bereits einiges aus: Willkommen in einer Zeit, in der die Anarchie regiert. Ich spüre zu jeder Zeit die Abwesenheit der Obrigkeit. Wenn ich mich zu rockiger Musik mit Schlägen, Griffen und Spezialattacken eingängig durch Gegnerhorden prügele - erfreue ich mich daran, dass niemand meinen Zerstörungswahn aufhalten kann.

Trotz der veralteten Technik samt Mängel, der abwechslungsarmen Einzelspieler-Kampagne und der blassen Geschichte bleibe ich hier dran. Warum? Weil der Spielspaß an vielen Stellen stimmt. Mit der Kettensäge durch Roboter und Mutanten zu schnetzeln unterhält mit menschlichen Internet-Gegnern durchaus eine Weile - auch wenn die Lernkurve anfangs sehr steil ist.

65

meint: Online unterhält die Massen-Kloppereien eine Weile, auch dank rockigem Soundtrack. Grafisch und für Offline-Spieler ist das Spiel unterirdisch.

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Tags: Singleplayer   Multiplayer  

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