Test Hundreds: Von Null auf Hundert mit viel Gefühl

von David Ulc (29. Januar 2013)

Wer Erfolg haben möchte, sollte hundert Prozent geben. In Hundreds stimmt diese Weisheit auf jeden Fall. Das neue Spiel der Canabalt-Macher verlangt alles von euch ab.

Start und Pause - hier könnt ihr die schwarzen Kugeln pausieren lassen.Start und Pause - hier könnt ihr die schwarzen Kugeln pausieren lassen.

Der optimistisch angesetzte hohe Preis für das Spiel wirkt abschreckend. Für 4,50 Euro bekommt ihr bereits besseres. Doch die Entwickler von Hundreds sind immerhin kein unbeschriebenes Blatt. Mit Canabalt veröffentlichen sie bereits einen gelungenen Vertreter der derzeit angesagten "Runner"-Spiele, zu denen auch Temple Run gehört. Mit Hundreds gelingt nun eine Kehrtwende zum anspruchsvollen wie stilvollen Puzzler.

Weiß, Grau und einige Spritzer rot - das reicht für die Ästhetik des Spiels. Passend zum Minimalismus gestaltet sich die Ambient-Musik im Hintergrund. Mit steigendem Schwierigkeitsgrad tüftelt ihr euch durch die 100 Herausforderungen.

Euer Ziel ist es, 100 Punkte zu erreichen, indem ihr mehrere Kugeln wachsen lasst. Ist die Summe aller 100, ist das Level geschafft. Zu Beginn reicht es, mit einem Finger einige wenige Kugeln wachsen zu lassen bis die Summe aller 100 ergibt. Im Hintergrund erscheint der aktuelle Punktestand - praktisch. Berührt ihr eine Kugel, wächst diese bis ihr loslasst. Solange euer Finger am Zug ist, erscheint ein roter Kreis. Berührt dieser andere Gegenstände, ist die Runde vorbei. Das ist die Schwierigkeit an dem Spiel.

Fingerspitzengefühl ist gefragt

Spezielle Hindernisse machen Hundreds im Gegensatz zu seiner früheren Fassung als Online-Spiel noch anspruchsvoller. Während sich die Levels im kostenlosen Flash-Spiel meist nur an der Zahl der Kugeln unterscheiden, ist die iPhone-Fassung vielschichtiger.

Miteinander verbundene Kugeln könnt ihr nur gleichsam wachsen lassen.Miteinander verbundene Kugeln könnt ihr nur gleichsam wachsen lassen.

Zahnräder bringen euren Wert wieder auf Null, andere Ballons behindern euch, ihr stoßt eine Kugel auf die anderen wie beim Billardspiel. Kugeln mit negativem Wert bringt ihr zunächst wieder auf Null. Variationen in den Levels sind keine Mangelware. Die Entwickler reizen das ihnen gegebene Spielprinzip voll aus.

Bei viel Fingereinsatz ist der kleine Bildschirm des iPhone allerdings unpraktisch. Denn es reicht manchmal nicht, nur einen Finger zu benutzen, sondern ihr braucht zwei. Gelegentlich kollidieren eure Finger, auf einem iPad entsteht diese Problematik nicht. So ist Fingerspitzengefühl gefragt, im wahren Sinne des Wortes.

Fakten:

  • innovative Spielidee
  • minimalistische Grafik
  • 100 Levels
  • entspannende Ambient-Musik
  • Steuerung mit zwei Fingern teils hakelig
  • hoher Kaufpreis mit 4,50 Euro

Meinung von David Ulc

Geschicklichkeitsspiele sind wie für das iPhone gemacht. Oft sitze ich für einige Minuten in Bus und Bahn, da brauche ich keine große Geschichte, sondern einen schnellen Einstieg und kurze Levels. In der Hinsicht ist Hundreds ideal. Die minimalistische Grafik ist schick, die Ambientmusik passend. Und so drücke ich auf den kleinen Kugeln herum bis ich hundert Prozent erreiche.

An den unzähligen Levels beiße ich mir zeitweise die Zähne aus - es ist fordernd, aber selten langweilig. Trotz alledem fesselt das Prinzip nicht so lange wie bei anderen Vertretern des Genres. In meinem Fall hat sich der Kauf von Hundreds trotzdem gelohnt.

80

meint: Minimalistischer Puzzler mit innovativem Spielprinzip. Für anspruchsvolle Fingerakrobaten ein guter Kauf.

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