Test Warlords Battlecry 2

von Gerd Schüle (27. Juni 2002)

Als vor knapp zwei Jahren "Warlords Battelcry" herauskam, überraschte es trotz schwacher Grafik vor allem durch seine exzellente Story und die Rollenspielanteile. Vor Kurzem ist nun "Warlords Battelcry 2" herausgekommen. In unserem Test wollten wir wissen, ob es den Entwicklern SSG gelungen ist, ein genauso gutes Spiel wie beim ersten Teil herauszubringen, bei dem die Schwächen des Vorgängers ausgebügelt wurden.

Die Karte des Fantasyreichs EtheriaDie Karte des Fantasyreichs Etheria

Rollenspielelemente

In "Warlords Battlecry 2" wird man als Spieler wieder in das Fantasyreich Etheria versetzt. In diesem Land, wo Elfen, Orks und Trolle zu Hause sind, kämpfen 12 verschiedene Rassen um die Herrschaft über Etheria. Im Gegensatz zum Vorgänger wurde aber auf eine Hintergrundgeschichte leider komplett verzichtet. Das Reich wurde in verschiedene Provinzen unterteil und ähnlich wie bei "Risiko" sucht man sich auf einer Weltkarte aus, welches Gebiet man als nächstes angreift. Zuerst steht aber die Erschaffung eines Helden auf dem Programm. Hier kommen die Rollenspielanteile zum tragen. Wahlweise kann man seinen Haudegen zum Kämpfer, Dieb oder Magier ausbilden. Die Auswahl an verschiedenen Fähigkeiten und Eigenschaften ist enorm und innerhalb einer Kampagne kann man seinen Recken zum wahren Spezialisten formen. Aber das Fußvolk profitiert von den Eigenschaften des Helden. Seine Aura verleiht seinen Untergebenen mehr Kraft und auch ein wesentlich professionelleres Vorgehen.

Eine Basis der BarbarenEine Basis der Barbaren

Minimale Auswirkung

Durch jedes eroberte Gebiet erweitern sich die Eigenschaften deines Helden. Je nach Vorgehensweise hat man die Möglichkeit, seine Einheiten zu verstärken, bessere Magiekenntnisse zu erwerben oder einen neuen Zauberspruch zu erhalten. Nimmt man die Festung eines feindlichen Volkes ein, darf man dieses anschließend versklaven und für sich selbst kämpfen lassen. Zwei weitere Elemente aus der Rollenspielwelt sind das Annehmen von Nebenaufträgen und das Einsammeln von hilfreichen Gegenständen, die in der interessant gestalteten Fantasywelt verstreut sind. So gut diese Rollenspielanleihen auch umgesetzt wurden, auf die eigentlichen Kämpfe haben sie leider wenig Auswirkung. Egal welches Volk man übernimmt, die Vorgehensweise bleibt fast immer die selbe. Man stampft so schnell wie möglich eine Basis aus dem Boden. Dann stellt man eine möglichst große Armee zusammen, mit der man seine Feinde überrollt.

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