Test Hitman HD Trilogy: Nummer 47 mordet schon wieder

von Joachim Hesse (06. Februar 2013)

Sich zu verkleiden macht nicht nur zu Karneval Spaß. In der Hitman HD Trilogy gehört es zu eurem Pixelalltag. Die klassischen Mordmissionen von Nummer 47 stehen ab sofort wieder im Handel.

Die Hitman HD Trilogy belebt für Konsole drei alte Hitman-Teile wieder.Die Hitman HD Trilogy belebt für Konsole drei alte Hitman-Teile wieder.

Auftragsmörder bringen Menschen um. Deswegen mag sie keiner im richtigen Leben. In der Welt der Videospiele sieht das anders aus. Der Lieblingsmörder volljähriger Spieler trägt eine rote Krawatte, Glatze und hört auf den kryptischen Namen "47". Er ist der Hauptdarsteller der Hitman-Serie und seit kurzem wieder aktiv.

Nach dem furiosen Hitman - Absolution schmeißt Entwickler IO Interactive jetzt die Zeitmaschine an und beglückt euch mit der Hitman HD Trilogy. Die enthält einen Aufguss dreier Vorgänger auf zwei Discs und einen Download-Code für ein Minispiel:

  • Hitman 2 - Silent Assassin (Teil 2)
  • Hitman - Contracts (Teil 3)
  • Hitman - Blood Money (Teil 4)
  • Hitman - Sniper Challenge (Download-Bonus von Teil 5)

Das größte Manko der Sammlung springt sofort ins Auge: Es fehlt Teil 1! Hitman - Codename 47. Die Mutter aller "Killer"-Spiele, die auch seit September vergangenen Jahres nicht mehr indiziert ist. Ein schmerzlicher Verlust, denn die spielerische Freiheit des Erstlings und sein anarchischer Humor sind einzigartig.

Doch nach einer kleinen Schweigeminute wendet euch jetzt der Habenseite zu. Denn die kann durchaus glücklich machen. Mit zusammen gut 40 Missionen tummeln sich mehr Schleichaufträge in der Packung als ein durchschnittlicher Auftragsmörder in seinem Leben erhält - spielbar in hoher Auflösung (1080p) und teilweise auch erstmals auf diesen Systemen. Es beginnt mit einem verregneten Tag in "Silent Assassin" ...

Hitman 2 - Silent Assassin

In einer Sicherheitszentrale in Rumänien beobachten zwei Männer die Aufnahmen eines Kerls, der Wärter und Polizeikräfte um die Ecke bringt. "Das, mein Freund, ist Mister 47", sagt der eine. In den Gängen liegen tote Glatzköpfe im Anzug.

Ein Blick durch das Zielfernrohr in Hitman 2 - Silent Assassin.Ein Blick durch das Zielfernrohr in Hitman 2 - Silent Assassin.

Ihr versteht gerade so viel wie ein Gehirnamputierter in einer Vorlesung für Atomphysik? Das ist normal. Ein ähnliches Gefühl beschleicht Menschen, die den zweiten Teil von Herr der Ringe gucken, ohne den ersten zu kennen. So ist das eben, wenn man den Anfang einer Geschichte vorenthalten bekommt und mitten in einer Serie ins Geschehen einsteigt.

Aber keine Sorge, irgendwie kommt ihr doch ins Spiel. Und das hat es in sich. Damit der Einstieg leichter fällt, hier die fehlende Vorgeschichte in Kurzform: Nummer 47 ist ein Mordmaschine, geklont aus den Genen von vier Schwerverbrechern. Am Ende des ersten Teils tötet er seine Klonbrüder und seinen Schöpfer in dessen Labor. Ende. Mit Klaviersaite und Chloroform bestückt, erledigt euer Antiheld nun weiter Aufträge für die sogenannte Agentur. In Verfolger- oder Ego-Perspektive schmuggelt ihr euch möglichst unbemerkt durch ein Areal und schickt dort eine Zielperson über den Jordan.

Trotz zeitgemäßer, hoherAuflösung sieht das Spiel vorwiegend aus wie Schauspieler Helmut Berger im RTL-Dschungelcamp: alt. Es hat eben schon über zehn Jahreauf dem Buckel. Die Steuerung wirkt besonders im Vergleich zum neuen Teil unnötig umständlich. Die Missionen selbst sind allerdings immer noch spannend. Was da wohl Teil 3 zu bieten hat?

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