Sam Fisher mag in die Jahre gekommen sein, die Serie Splinter Cell ist es definitiv nicht. In Splinter Cell - Blacklist meldet sich der Meisteragent zurück - actionreicher denn je. spieletipps macht sich in Paris bei Ubisoft ein Bild vom neuesten Teil. Von Annekatrin Queißer
In Splinter Cell - Blacklist haben mehrere sogenannte Schurkenstaaten Terrorziele in Amerika auf eine Blacklist - zu deutsch schwarze Liste - gesetzt. In der Rolle von Sam Fisher formiert ihr die geheime Kampfeinheit "4th Echelon".
Und schon macht sich Herr Fisher auf die Socken, um eine Gruppe von Terroristen mit Namen "The Engineers" aufzuhalten. Diese haben Schläfer auf der ganzen Welt positioniert, die es zu bekämpfen gilt.
So folgt Sam der Spur der Blacklist und reist dabei an Schauplätze wie Libyen, den Jemen oder eben auch London. Gerade in der britischen Hauptstadt dürft ihr so viel an Außenfassaden entlang klettern, wie Ezio zu seinen besten Zeiten in Assassin's Creed 2. Auch in Sachen Schleich-Action steht Splinter Cell - Blacklist einem Metal Gear Solid 4 - Guns of the Patriots in nichts nach.
Dann bleibt ja eigentlich alles beim Alten, oder? Eben nicht! Was sich teilweise schon beim ersten Eindruck "Splinter Cell - Blacklist: Fisher macht auf Modern Warfare" andeutet, wird nun klarer. Bei der Mischung aus Schleichen und Action überwiegt genau genommen keine Seite - bis ihr das Zünglein an der Waage spielt. Eure Spielweise legt fest, ob ihr ein Action- oder ein Schleichspiel vor euch habt. Ungewöhnlich für Splinter Cell.
Vielleicht erinnern sich einige von euch noch an die Folterszenen aus dem Video zu Splinter Cell - Blacklist von der Spielemesse E3. Die brutale Grundstimmung im Spiel hatte negative Reaktionen ausgelöst.
Daraufhin zensiert sich Entwickler Ubisoft nun selbst und streicht die Folterszenen. Sie kommen im fertigen Spiel nicht vor.
Der Produzent von Blacklist, Andrew Wilson, äußert sich dazu. "Es ist nicht schön, negative Reaktionen für etwas zu ernten, in das man viel Lebenszeit investiert hat. Man muss sich aber auch darüber im Klaren sein, dass Leute diese Sachen sehen, solange sie im Spiel sind."
Bei genauerer Betrachtung entpuppt sich Blacklist eigentlich als traditionelles Splinter Cell. Die Folterszenen, die die Entwickler während der E3 präsentierten, stellen nämlich nur einen kleinen und optionalen Teil des Spiels dar. "Ich kann mir vorstellen, dass in der vorgestellten Szene der Kontext fehlte und das Material deshalb besonders roh gewirkt hat."
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