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Burnout Dominator (Playstation 2)

Artikel veröffentlicht am 31.03.2007

Die "Burnoutreihe" war eine der beliebtesten Rennspielserien auf der PS2. Bevor die betagte Konsole demnächst ganz in den Ruhestand geschickt wird, hat EA den Fans der Serie mit "Burnout Dominator" einen letzten Auftritt auf der PS2 genehmigt. Allerdings ist das Ganze nicht mehr als ein Intermezzo, denn dieses Spiel wird auch noch für die Xbox 360 erscheinen. Ob sich die "Burnoutreihe" mit ihrem letzten Ableger für die veraltete Hardware würdig auf der PS2 verabschiedet, erfahrt ihr hier. Von Gerd Schüle

Da fehlt doch was?

Mit Vollgas in die Kurve

Bisher haben es die Entwickler von Criterion immer wieder geschafft neue Ideen in den neusten Spross der "Burnout" Reihe einzubauen. Bei "Burnout Dominator" ist das zum ersten mal nicht der Fall, im Gegenteil, diesmal wurde sogar etwas gestrichen. Als erstes wäre da die Verschrottungsorgie des Vorgängers zu erwähnen. In "Burnout Revenge" konntet ihr Autos, die euch im Wege standen nach Herzenslust rammen, ohne dass euch dabei etwas passierte, fette LKWs, Busse und Gegenverkehr natürlich ausgenommen. Das gehört nun wieder der Vergangenheit an. Damit könnten die meisten noch leben, denn dieses Feature war unter den Fans sowieso umstritten. Wesentlich schmerzlicher ist dagegen, dass sämtliche Crashevents ersatzlos gestrichen wurden. Dieser beliebte Modus wird vielen Fans wie mir schmerzlich fehlen. Die Crashkreuzungen gehörten einfach mit zur "Burnoutreihe" wie Autos zu einem Rennspiel. Insgesamt wollen die Entwickler mit "Burnout Dominator" zurück zu den Wurzeln des Spiels. Das wird deutlich an der Wiederbelebung alter Spielvarianten wie die Burnout Serien oder dem Maniac Modus klar

Auf der Überholspur

Das war ein erfolgreicher Takedown

. Insgesamt ist im neusten Spross der Reihe im Vergleich mit dem Vorgänger wieder mehr fahrerisches Können gefragt . Aber keine Angst, an der grundsätzlich actionreichen Fahrweise haben die Entwickler nichts geändert. Es ist kaum vorstellbar, aber der Geschwindigkeitsrausch kommt in "Burnout Dominator" nochmals einen Tick besser zur Geltung als bei seinem schon erstklassigen Vorgänger. Wieder geht es bei diesem Spiel nur um eins - pure Schnelligkeit. Der einzige Weg dazu, ihr braucht möglichst viel Boost. Ohne Boost läuft gar nichts. Ohne Boost seit ihr zu langsam und seht eure Gegner auf nimmer wieder sehn davoneilen. Wie bei allen Vorgängern ist Boost der Schlüssel zum Sieg. Um möglichst viel Boost zu bekommen, solltet ihr eine möglichst riskante Fahrweise an den Tag legen und jede Menge Takedowns erzielen. Takedowns sind Aktionen, die dazu führen, dass die Fahrzeuge deiner Gegner zu Schrott verarbeitet werden, wenn du sie z. B. in den Gegenverkehr hinein oder sie von der Straße abdrängst.

Altbekanntes

Ein erbarmungsloser Zweikampf

Im neuen Maniac Modus dreht sich sogar alles um diese riskante Fahrweise. Je riskanter ihr fahrt und je mehr Beinaheunfälle ihr produziert um so mehr Punkte bekommt ihr. Um hier eine Goldmedaille zu erreichen müsst ihr schon eine ganz schön halsbrecherische Fahrt hinlegen. Natürlich sind auch wieder die altbekannten und beliebten Spielvarianten enthalten wie ein normales Rennen, die Takedownorgie Roadrage, das Zeitfahren mit der schnellsten Runde, die Eleminator-Wettbewerbe, bei denen an Chekpoints der letzte gnadenlos eliminiert wird und natürlich der Grand Prix Wettbewerb, bei dem ihr mehrere Rennen hintereinander zu bewältigen habt. Wieder neu hinzugekommen aus länger zurückliegenden Vorgängern sind die Burnoutserien. Hier müsst ihr euren aufgefüllten Boost ohne Unterbrechung und Crash einsetzen bis er leer ist. Das ergibt natürlich absolut halsbrecherische Rennen. Eines ist bei allen Rennvarianten gleich, da ihr Autos nicht mehr rammen dürft, kommt es nicht mehr darauf an sozusagen hirnlos darauf loszurasen. Stattdessen wird eure Reaktionsfähigkeit und euer fahrerisches Können auf sämtlichen Strecken durch die ständigen Ausweichmanöver wieder mehr gefordert.

Erstaunlich

Grafisch holt das Spiel das letzte aus der PS2 heraus

Es ist wirklich erstaunlich, was die Entwickler von Criterion aus der betagten Hardware der PlayStation 2 alles herausholen. Das Spiel sieht meines Erachtens sogar noch einen Tick besser aus als sein Vorgänger. Trotzdem läuft alles absolut ruckelfrei und richtig schnell ab. Alles sieht bestens aus, vor allem der Verwischeffekt bei eingeschaltetem Boost. Egal ob es sich um die Autos, um die Rennstrecken oder die Effekte und Lichtspiele handelt, das Spiel sieht einfach fantastisch aus. Richtig klasse ist das Schadensmodell bei Crashs. Auch der Soundtrack des Spiels ist auf sehr hohem Niveau. Die Musik passt bestens und das Motorengeräusch kann sich hören lasen. Abgerundet wird der exzellente technische Eindruck mit einer hervorragenden Steuerung, die äußerst präzise und schnell reagiert. Ja, in technischer Hinsicht spendieren die Leute von Criterion der PS2 einen absolut würdigen Abschied.

Fazit

von Gerd Schüle

Enttäuschung und absolute Begeisterung, mit diesen zwei Worten kann man "Burnout Dominator" beschreiben. Auch wenn es sich widersprüchlich anhört, so ist es eben. Als alter "Burnout"-Fan fehlen mir die Crashkreuzung sehr und ihre ersatzlose Streichung ist eine Enttäuschung für mich. Der Rest des Spiels begeistert mich dagegen total. Es stört mich dabei nicht einmal, dass das Spiel im Grunde keine neuen Features enthält. Alles wurde bestens umgesetzt und treibt den Adrenalinspiegel bei anspruchsvollen Hochgeschwindigkeitsrasereien in positiver Weise in die Höhe. Selbst die Tatsache, dass man den Straßenverkehr nicht mehr rammen kann, wirkt sich meiner Meinung nach positiv aus. Ja, "Burnout Dominator" biete der PS2 einen würdigen Abschied, mit dem Wermutstropfen der fehlenden Crashorgien, ohne die das Spiel leider keine Neunzigerwertung verdient.

spieletipps meint: Burnout Dominator setzt Akzente. Wer auf Renn-Action steht ist hier gut bedient.
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