Vorschau Destiny: Halo-Macher Bungie will den Shooter neu erfinden

von Joachim Hesse (17. Februar 2013)

Wenn die Entwickler von Halo ihre Erfolgsserie aufgeben und stattdessen alle Kraft in ein neues Projekt stecken, muss das etwas Großes sein. Die Vision heißt Destiny.

Eine Konzeptzeichnung von Destiny zeigt die Mondoberfläche.Eine Konzeptzeichnung von Destiny zeigt die Mondoberfläche.

Ryan Ellis greift sich ein Gamepad. Ellis ist der "Technical Art Director" von Bungie, also grob übersetzt der Technische Künstlerische Leiter. Er steht im Vorführraum seines Arbeitgebers Bungie in Bellevue, ein paar Kilometer östlich von Seattle. Als er das Pad bewegt, stakst hinter ihm auf der Kinoleinwand seine Spielfigur über eine graue Mondoberfläche. Die Erde prangt als großer blauer Planet wie ein Riesenlampion am dunklen Sternenhimmel. Eine erhabene Szene, die den Betrachter schrumpfen und sich wie ein Staubkorn im All fühlen lässt.

So ähnlich muss es 1969 gewesen sein, Neil Armstrongs erste Schritte auf dem Mond live zu beobachten. Mit dem Unterschied natürlich, dass in die aktuelle Mondansicht der Lauf eines Gewehrs mit Zielfernrohr ragt. Denn immerhin handelt es sich hier um die ersten Spielszenen aus Bungies nächstem Ego-Shooter. Sekunden später taucht die verlassene Mondstation auf, deren scheinbar mühelose Geburt die Zuschauer zuvor in einem Video per Zeitraffer bewundern durften - eine Demonstration des Level-Editors namens Grognok.

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Destiny - das neue Bungie-Spiel im Überblick

Nach wenigen Blicken auf besagte Mondstation endet der Ausflug auch schon wieder. Dafür hat Halo-Entwickler Bungie und der neue Kooperationspartner Activision dutzende Journalisten aus allen Teilen der Welt herbestellt? Ein paar Schritte auf dem Mond, das ist alles? Und in der Tat, mehr zeigen die Entwickler nicht vom Spielgeschehen. Dafür gibt es eine Menge Visionen, Konzeptzeichnungen und einige überraschende Erkenntnisse.

Das Zeug zum Kassenschlager

Destiny (Schicksal) nennen die Entwickler ihr neues Spiel. Das erinnert von der Namensgebung ein wenig an Doom (Verhängnis). Und wenn es nach Bungie geht, soll es mindestens genauso erfolgreich werden. Ach was: Es soll alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen. Bungie möchte kein neues Spiel programmieren, es will das Spiel neu erfinden.

Die Gegner erinnern entfernt an gewisse Nazi-Spiele (Konzeptzeichnung).Die Gegner erinnern entfernt an gewisse Nazi-Spiele (Konzeptzeichnung).

"Ich denke, wir ändern die Sichtweise, wie Leute Shooter sehen", stellt Bungie-Mitgründer Jason Jones in den Raum. Markige Worte, die da fallen. Nicht zum ersten Mal und selten erfüllt allerdings. Doch während man anderen Entwicklern dabei nur verständnisvoll auf die Schultern klopfen möchte, hat Bungie tatsächlich die Eier für so ein Vorhaben.

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Halo, Destiny & Co: Zu Besuch bei Bungie in Bellevue, Washington

Es handelt sich hier eben nicht um unbekannte Kickstarter-Freaks, sondern um Bungie. Bungie, die mit Halo eine der erfolgreichsten Spielserien der Welt geschaffen haben. Bungie, die nach einem neunmonatigen Verhandlungsmarathon einen Vertrag mit Activision, dem aktuell größten Spielherausgeber der Welt abgeschlossen haben. Bungie, die mit knapp 300 Spitzenkräften einem ehemaligen Kinokomplex mit Kreativität füllen. Bungie, die im Stillen bereits seit sechs Jahren an ihrer Vision von Destiny feilen.

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Tags: Science-Fiction   Online-Zwang   Multiplayer   Koop-Modus  

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