Test Year Walk: Ein ungewöhnlich tiefgründiges Spiel

von David Ulc (12. März 2013)

In eisiger Nacht spaziert ihr durch einen Wald. Euer Ziel ist die nahe Kirche. Doch unheimliche Wesen begleiten euch. "Year Walk" ist das vielleicht faszinierendste iPhone-Spiel des Jahres.

Dies ist die einzige Person, mit der ihr im Spiel sprecht.Dies ist die einzige Person, mit der ihr im Spiel sprecht.

Eine längst aus den meisten Erinnerungen verschwundene Tradition ist der titelgebende Year Walk. Diese Tradition war scheinbar vor langer Zeit bis zum 19. Jahrhundert in Schweden eine gängige Praxis.

Ihr sperrt euch in eine Hütte abgeschottet von der Außenwelt. Ihr harrt dort aus ohne etwas zu trinken oder zu essen. Um Mitternacht macht ihr euch auf den Weg durch düstere Wälder - euer Ziel ist die Kirche. Doch ihr seid nicht allein.

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Year Walk - So findet ihr euch im verschneiten Wald zurecht

Und warum das Ganze? Die Leute versprachen sich davon, Visionen von der Zukunft zu erhalten. Und nun seid ihr im Spiel "Year Walk" selbst eine dieser Personen.

In diesem untypischen Adventure gibt es fast keine Dialoge, die Rätsel sind nicht so einfach zu lösen wie bei Yesterday und auch Hilfestellungen sind in der kargen Winterlandschaft Mangelware. Ihr fühlt euch stellenweise verloren als würdet ihr wahrhaftig nachts im Wald umherstreunen. Daraus bezieht Year Walk seine Stärke.

Ein Alptraum in Weiß

Nach einem kurzen Prolog beginnt die nächtliche Reise. Die Musik bleibt dezent, aber stimmungsfördernd im Hintergrund; Klangeffekte sind gezielt platziert und verdichten die Stimmung. Meist hört ihr jedoch nur, wie eure Füße im Schnee stapfen.

Die Steuerung fällt unkonventionell aus: Im Gegensatz zu den meisten anderen Smartphone-Spielen bewegt ihr euch nicht durch Tippen im Raum. Vielmehr schiebt ihr euch mit eurem Finger durch die verwinkelte Landschaft.

Eines der freundlicher aussehenden Wesen, die sich im Wald herumtreiben.Eines der freundlicher aussehenden Wesen, die sich im Wald herumtreiben.

Kleine Symbole am unteren und oberen Bildschirmrand weisen euch neue Wege. Die Entwickler versuchen, die Atmosphäre so wenig wie möglich durch Spielsymbole zu trüben. Stattdessen streuen sie einige Schreckmomente ein, um euren Puls in die Höhe schnellen zu lassen.

Dazu passend ist die Scherenschnittoptik des Spiels - ähnlich wie bei Lume oder Limbo. Doch anders als bei Lume wirkt die Grafik bei Year Walk eher beklemmend.

Entwickler Simogo nutzt vorrangig kalt wirkende Farben. Die Charaktere sehen ebenfalls ungewöhnlich und teilweise sogar bizarr aus wie bei The Dark Meadow.

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Tags: Singleplayer  

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