Test Tomb Raider - Flache Charaktere und Action in jedem Pixel

Flache Charaktere und Action in jedem Pixel

Ähnlich wie in Far Cry 3 seid ihr mit ein paar blutrünstigen Spinnern auf einer Insel gefangen. Einen Lichtblick stellt die Besatzung eures Schiffes dar. Allerdings bleiben die Nebencharaktere zumeist blass, wirken oft gefühllos.

Trotz der Action besteht die Möglichkeit des leisen Mordes.Trotz der Action besteht die Möglichkeit des leisen Mordes.

Trotzdem tut Lara alles um ihren klischeehaften Freunden zu helfen. Dabei merzt sie auch das ein oder andere Menschenleben aus, was ihr nach eigener Aussage überraschend einfach fällt. Ein Dialog mit Schiffskapitän Roth nach Laras erstem Schusswaffengebrauch fasst das schön zusammen ...

Lara: "Ich musste einige töten. Ich hatte keine Wahl ..."

Roth: "Das war sicher nicht leicht."

Lara: "Es war sogar erschreckend leicht."

Trotz mangelnder Erfahrung mit Waffen benimmt sich die Studentin nach kurzer Zeit wie ein eiskalter Auftragsmörder.

Obwohl die Zwischensequenzen gefühlvoll und melancholisch wirken, entwickelt sich Miss Croft nämlich schnell in einen weiblichen Rambo. Ihr braucht euch also nicht zu wundern, wenn etwa ihre Axt einen Schädel spaltet. Die Brutalität kostet Tomb Raider als erstem Spiel der Reihe die Jugendfreigabe und führt bei der Unterhaltungssoftware Selbstkontroller (USK) zur Freigabe ab 18 Jahren. Besonders im Nahkampf und den Reaktionstests wird das Spiel in der Tat recht unbarmherzig.

Dabei besteht auch die Möglichkeit lautlos und mit Finesse zu töten. In diesem Punkt erinnert Tomb Raider an Uncharted 3 - Drake's Deception oder Max Payne 3, da ihr von Deckung zu Deckung hechtet.

Zudem bietet euch die Umgebung oftmals Hilfsmittel, die ihr mit ein bisschen Köpfchen gegen eure Gegner einsetzt. Zum Beispiel steckt ein Schuss auf eine Glaslaterne alle Lebewesen und Gegenstände in der Nähe in Brand.

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Tomb Raider: So sieht Laras neues Abenteuer aus

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Weniger Rätsel als in den Vorgängern

Die Rätsel in Tomb Raider sind spektakulär und bedürfen durchaus Hirnschmalz. Ihr experimentiert mit Feuer, Wasser, Gewichten sowie Flaschenzügen. Trotzdem fällt die Zahl an Knobelaufgaben recht mager aus und die Rätsel reichen nicht an die Komplexität der Vorgänger ran.

Oftmals benutzt ihr Käfige, die an einem Seilzug hängen.Oftmals benutzt ihr Käfige, die an einem Seilzug hängen.

Vielleicht würde der ganze Rätselspaß nicht mehr in die Vita der neuen Lara passen? Das Spiel nimmt sich selbst viel ernster als die Vorgänger und legt den Schwerpunkt auf den Überlebenskampf. Viele Spielelemente aus den Vorgängern passen nicht mehr in das neue realitätsnähere Konzept.

Dies bedeutet nicht, dass die Rätsel im neusten Fragment der Serie langweilig wären. Crystal Dynamics setzt allerdings mehr auf Action, was Anhänger der Serie enttäuschen könnte. Auch Spitzenspiele wie Resident Evil 6 oder Dead Space 3 unterliegen einem ähnlichen Trend. Stellt euch also tatsächlich auf ein neues Tomb Raider ein.

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