Call of Duty: Die Hintergründe der Serien-Geschichte - Eindringliche Dauer-Action, Krieg im Jahresrhythmus

(Special)

Eindringliche Dauer-Action

"Spektakulär, aber kurz" lautet das beinahe einhellige Urteil, das die Öffentlichkeit im Herbst 2003 weltweit über Call of Duty fällt. Das Spiel gewinnt zahlreiche Auszeichnungen als Spiel des Jahres, darunter den Award der angesehenen amerikanischen Academy of Interactive Arts & Sciences.

Mit Call of Duty 2 landet Infinity Ward vor allem auf der debütierenden Xbox 360 einen Volltreffer.Mit Call of Duty 2 landet Infinity Ward vor allem auf der debütierenden Xbox 360 einen Volltreffer.

Auch der zwei Jahre später erscheinende Nachfolger bekommt großen Applaus, vor allem wegen seiner Inszenierung und Kulisse: Call of Duty 2 überzeugt mit drei abwechslungsreichen Kampagnen, einem rasanten Mehrspieler-Modus und der bis dato packendsten Schlachtfeldatmosphäre des Genres.

Wichtiger für die US-amerikanische Heimat von Infinity Ward aber ist die exklusive Xbox-360-Version, die als optisch und akustisch beeindruckendes Startspiel nicht unerheblich zum geglückten Erscheinen der Microsoft-Konsole beiträgt: Über drei Viertel der Erstkäufer greifen zu Call of Duty 2.

Neben einem neuen Videospielsystem etabliert der krachige Ego-Shooter auch die heute unverzichtbare Auto-Heilung: Während ihr im Vorgänger noch Heilpakete sucht, gibt's in Teil 2 nicht mal mehr eine Gesundheitsanzeige.

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Krieg im Jahresrhythmus

Der Erfolg von Call of Duty 2 weckt Begehrlichkeiten bei Hersteller Activision: Auch andere Plattformen sollen Kriegs-Epen haben - Die Entwickler "melken" die Marke nun im Jahresrhythmus.

Nur für Konsole: Call of Duty 3 zeigt, wie die Relevanz des PC als Plattform für die Shooter-Serie abnimmt.Nur für Konsole: Call of Duty 3 zeigt, wie die Relevanz des PC als Plattform für die Shooter-Serie abnimmt.

Ein zweites Studio muss ran - schließlich arbeitet Infinity Ward nicht nur an einem neuen Spiel, sondern auch am dazugehörigen Grafik-Gerüst, was selbst mit massiver Personalaufstockung nicht in zwölf Monaten machbar ist.

Das ebenfalls in Santa Monica beheimatete Studio Treyarch, darf Call of Duty mit einem Ableger vom zweiten Teil - Call of Duty 2 - Big Red One - auf PS2, Xbox und Gamecube umsetzen. Und dazu nebenbei an Episode 3 arbeiten, die Ende 2006 für die alte und neue Konsolengeneration erscheint.

Obwohl die Kritiken erfreulich und die Zahlen ordentlich sind - Call of Duty 3 übertrumpft mit über sieben Millionen verkauften Exemplaren den Vorgänger um eine gute Million -, zeigen sich erste Ermüdungserscheinungen: Die Geschichte der Call of Duty-Spiele wird einfach nicht packender, die künstliche Intelligenz nicht klüger und der 2. Weltkrieg nicht interessanter. Medal of Honor, Brothers in Arms, Battlefield 1942 und Call of Duty selbst reiten das Szenario "Alliierte gegen Achse" bis Mitte des vergangenen Jahrzehnts gründlich zu Tode.

Weiter mit: Black Ops überrascht die Spieler, Weltkrieg am Ende

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