Ein emotionales Abenteuer mit ungewöhnlichem Ansatz: Brothers - A Tale of Two Sons ist das erste Koop-Spiel für Solisten. Von Olaf Bleich
Josef Fares ist kein gewöhnlicher Spieleentwickler. Eigentlich ist er Filmemacher und unterbricht seine Karriere lediglich für das Download-Spiel Brothers - A Tale of Two Sons . "Natürlich haben sich schon Regisseure wie Steven Spielberg oder John Woo an Videospielen versucht. Aber sie sind keine Spieler. Ihnen fehlt es an der notwendigen Leidenschaft," stellt Fares klar. Er dagegen ist ein echter Zocker. Seine erste Erinnerung an eine Spielkonsole ist der Klassiker Pong, ein Urknall der Branche.
In Brothers - A Tale of Two Sons gehen zwei Jungs auf die Suche nach dem Wasser des Lebens, mit dem sie ihren todkranken Vater retten möchten. Fares: "Wir halten die Geschichte und auch das Spiel möglichst simpel. Es geht nicht um die Anzahl der Funktionen oder um die Spielzeit. Einzig das Erlebnis zählt." Fares selbst ist verantwortlich für das Drehbuch und die technische Umsetzung. Mit seinem Bruder verbindet ihn eine enge Freundschaft. "Vielleicht kommt daher die grundsätzliche Idee hinter dem Spiel", schmunzelt er im Gespräch.
Der Einfachheit der Geschichte steht wiederum eine ungewöhnliche Spielmechanik gegenüber. Ihr steuert die beiden Helden nämlich gleichzeitig. Den älteren Bruder mit dem rechten Analog-Stick, den jüngeren mit dem linken Analog-Stick. Klingt kompliziert? Ist aber in diesem Gesamtkunstwerk absolut sinnvoll.
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