Vorschau Brothers - A Tale of Two Sons: Allein zu zweit

von Olaf Bleich (14. März 2013)

Ein emotionales Abenteuer mit ungewöhnlichem Ansatz: Brothers - A Tale of Two Sons ist das erste Koop-Spiel für Solisten. Und das, obwohl es um zwei Brüder geht.

Zwei Brüder, ein Gamepad. Brothers ist kein Koop-Spiel!Zwei Brüder, ein Gamepad. Brothers ist kein Koop-Spiel!

Josef Fares ist kein gewöhnlicher Spieleentwickler. Eigentlich ist er Filmemacher und unterbricht seine Karriere lediglich für das Download-Spiel Brothers - A Tale of Two Sons . "Natürlich haben sich schon Regisseure wie Steven Spielberg oder John Woo an Videospielen versucht. Aber sie sind keine Spieler.

Ihnen fehlt es an der notwendigen Leidenschaft," stellt Fares klar. Er dagegen ist ein echter Zocker. Seine erste Erinnerung an eine Spielkonsole ist der Klassiker Pong, ein Urknall der Branche.

In Brothers - A Tale of Two Sons gehen zwei Jungs auf die Suche nach dem Wasser des Lebens, mit dem sie ihren todkranken Vater retten möchten. Fares: "Wir halten die Geschichte und auch das Spiel möglichst simpel. Es geht nicht um die Anzahl der Funktionen oder um die Spielzeit. Einzig das Erlebnis zählt."

Fares selbst ist verantwortlich für das Drehbuch und die technische Umsetzung. Mit seinem Bruder verbindet ihn eine enge Freundschaft. "Vielleicht kommt daher die grundsätzliche Idee hinter dem Spiel", schmunzelt er im Gespräch.

Der Einfachheit der Geschichte steht wiederum eine ungewöhnliche Spielmechanik gegenüber. Ihr steuert die beiden Helden nämlich gleichzeitig. Den älteren Bruder mit dem rechten Analog-Stick, den jüngeren mit dem linken Analog-Stick. Klingt kompliziert? Ist aber in diesem Gesamtkunstwerk absolut sinnvoll.

Gemeinsam, aber einsam

"Nein! Einen Koop-Modus wird es niemals geben," entfährt es Josef Fares auf Nachfrage. "Uns geht es darum, dass der Spieler alleine die Figuren kennenlernt. Dass er selbst herausfindet, wo die Stärken und Schwächen der beiden Brüder liegen."

Produzent Josef Fares ist eigentlich Regisseur und Drehbuchautor aus Schweden.Produzent Josef Fares ist eigentlich Regisseur und Drehbuchautor aus Schweden.

Anfangs fühlt sich Brothers - A Tale of Two Sons ungewohnt an. Aus der Vogelperspektive dirigiert ihr die Jungs durch eine farbenfrohe Bauernsiedlung. Alles wirkt lebendig und ausgesprochen einladend. Der Grafikstil erinnert leicht an Microsofts Rollenspiel Fable 3 .

Wie interaktiv allerdings die Spielwelt ist, demonstriert Fares anhand einiger kleiner Geschichten. Da sitzt beispielsweise eine alte Dame in einem Schaukelstuhl vor ihrem Haus. Klickt ihr sie mit dem älteren Bruder an, zeigt dieser ihr nur eine Karte und fragt nach dem Weg.

Der Kleine allerdings gibt sich verspielt und rüttelt kräftig an der Oma, so dass beide in lautes Gelächter ausbrechen. "Diese Episoden veranschaulichen die unterschiedlichen Charaktere und machen die Brüder zugleich sehr menschlich," verdeutlicht Fares noch einmal.

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Tags: Singleplayer  

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Meinungen - Brothers - A Tale of Two Sons

zRed
92

Magisch

von zRed (5)

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