Test Pressure - Eine bunte Welt mit Krawall und Remmidemmi

Schießen, springen, rammen

Durch die Level manövriert ihr wahlweise mit Controller oder Tastatur und Maus, wobei die Steuerung mit dem Controller deutlich leichter von der Hand geht. Vor allem bei Sprüngen fühlt sich das Ganze trotzdem etwas unkontrolliert an.

Abgesehen von diesem kleinen Makel funktioniert die Steuerung und ist unkompliziert. Ihr könnt gleichzeitig problemlos Gas geben, mit Dauerfeuer schießen und zwischendurch den Turbo aktivieren. Ihr habt sogar eine Sekundärwaffe, die allerdings schnell in Vergessenheit gerät.

Am besten sind die Barrikaden, die überall auf der Strecke verteilt sind. Durch die könnt ihr einfach durchbrettern. Umringt von einem Meer aus Holzsplittern stampft ihr ganze Wachtürme ein.

Charaktere ohne Namen

Aufmerksamen Spielern sticht es sofort ins Auge: die Charaktere sind alle namenlos. Sei es nun der Protagonist des Spiels, sein Robohund oder der Ansturm der Feinde. Nur der Graf hat durch seinen Titel so etwas wie einen Namen. Doch ihre fehlende Identität machen die Charaktere durch individuelle Wesenzüge wett. Stereotype Wesenszüge.

Der Held zeigt sich stets gelassen, lässig lungert er zwischen den Levels auf einem Sofa herum. Sein Onkel ist sehr gesprächig. Er gibt Tipps und Tratsch zum Besten und versorgt euch mit Ersatzteilen für euren Buggy. Sein Grinsen, spiegelt seine immergute Laune wider.

Der Graf ist ein typischer Zeichentrick-Widersacher. Trotz seines düsteren Aussehens und seiner fiesen Pläne ist er kein ernstzunehmender Bösewicht. Seine verrückten Pläne gehen gerne mal schief und seine Untergebenen sind wahre Chaoten.

Diese Kleinigkeiten geben den Charakteren eine Form und zeigen, dass Worte nicht zwingend notwendig sind, um eine (kleine) Geschichte zu erzählen.

Eine bunte Welt mit Krawall und Remmidemmi

Die bunte Grafik sticht sofort ins Auge. Nicht nur die Zwischensequenzen sind ebenfalls liebevoll und witzig aufgezogen. Die leuchtenden Farben unterstützen die ausgelassene Stimmung und unterstreichen den knuddeligen Comic-Stil. Hier und da gibt es allerdings unschöne Ecken und Kanten. Die Animationen hingegen sind tadellos flüssig, die Figuren bewegen sich natürlich.

Auch Effekte sind schön anzusehen, etwa Flüssigkeiten und Feuer. Auch Kugeln und Raketen haben eine verhältnismäßig realitätsnahe Physik. Das Hauptaugenmerk liegt erneut auf Zerstörung. Es macht einen Heidenspaß, durch alles hindurchzubrettern und gegnerische Fahrzeuge in ihre Einzelteile zu zerlegen.

Die Musik wechselt zwischen rockig in den Leveln und entspannt im Laden des Spiels. Während auf der Rennstrecke die Spannung einer Verfolgungsjagd herrscht, strahlt das Geschäft des Onkels sommerliche Gelassenheit aus.

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Tags: Singleplayer   Multiplayer  

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