Test Atelier Ayesha: Im Schatten von Ni No Kuni

von Thomas Nickel (12. April 2013)

Sind japanische Rollenspiele nach Ni No Kuni wieder im Kommen? Eine Alchemistin namens Ayesha stellt das auf die Probe.

Auf Standbildern sieht Atelier Ayesha großartig aus. Die Figuren sind sehr detailreich modelliert.Auf Standbildern sieht Atelier Ayesha großartig aus. Die Figuren sind sehr detailreich modelliert.

Atelier Ayesha ist schon die vierte Atelier-Episode auf PS3 - allerdings hebt sich das neue Abenteuer inhaltlich und spielerisch stark von der Arland-Trilogie, bestehend aus Atelier Rorona - Alchemist of Arland, Atelier Totori - The Adventurer of Arland und Atelier Meruru - The Apprentice of Arland, ab.

Ayesha Altugle ist eine Apothekerin. Ihr Alltag besteht darin, in ihrem kleinen Labor allerlei Nützliches zu köcheln - vor allem ihre Heilsalbe ist in den Nachbarorten überaus beliebt. Doch eigentlich ist Ayesha einsam. Nicht nur ihr Großvater ist tot, auch Schwester Nio verschwand vor drei Jahren spurlos.

Doch als Ayesha in einer uralten Ruine einen Hinweis darauf bekommt, dass Nio noch lebt, macht sie sich auf die Reise. 3 Jahre lang wird die Heldin eine Welt voller Ruinen einer früheren Zivilisation erforschen. Und wenn sie ihre Schwester finden will, dann muss Ayesha die Kunst der Alchemie erlernen!

Kämpfen und Köcheln

So geht Ayesha mit ihrer stetig wachsenden Gefolgschaft meist den klassischen Rollenspiel-Tätigkeiten nach - Monster platt machen. Die seht ihr schon von Weitem und könnt euch mit dem richtigen Schlag-Timing im rundenbasierten Kampf einen Vorteil verschaffen.

Im Kampf bekommt ihr es mit dicken Kolossen zu tun.Im Kampf bekommt ihr es mit dicken Kolossen zu tun.

Die Gefechte selbst sind nicht allzu komplex, bieten aber interessante Möglichkeiten: kombiniert Attacken oder schützt schwächere Gruppenmitglieder. Über den Erfolg solcher Aktionen entscheidet auch der Grad der Freundschaft zwischen den Figuren.

Noch wichtiger ist aber das Alchemie-Element. Überall kann Ayesha Rohstoffe finden: Kräuter, Mineralien, aber auch Teile von besiegten Gegnern köchelt ihr zu verschiedensten Gegenständen. Die Qualität der Zutaten bestimmt darüber, wie gut das Ergebnis ausfällt. So komplex und dominant wie in den Vorgängern ist die Alchemie hier nicht mehr.

Tolle Figuren, maue Hintergründe

Auf Standbildern sieht Atelier Ayesha oft großartig aus. Die Figuren sind sehr detailreich modelliert. Aufmerksame Spieler entdecken immer wieder neue Details an Haaren, Kleidung und Ausrüstung. Auch die Mimik wirkt ausgesprochen glaubwürdig. Bei der Farbwahl beweist Entwickler Gust ein Gespür für Stimmung und Atmosphäre.

Auch starke Kämpfer gesellen sich zu euer dreiköpfigen Party.Auch starke Kämpfer gesellen sich zu euer dreiköpfigen Party.

Doch wenn ihr das Spiel in Bewegung seht, dann verfliegt dieser Eindruck wieder. Die meisten Animationen sind doch etwas hölzern geraten und die recht kahlen Umgebungen könnten oft ein paar mehr Polygone vertragen. In dieser Hinsicht hat Ni no Kuni - Der Fluch der weißen Königin eindeutig die Nase vorne.

Dafür überzeugt die Klangwelt: Bis auf wenige, etwas albern anmutende Ausnahmen ist die Musik erstklassig komponiert und unterstreicht die melancholische Grundstimmung des Spiels. Vor allem die Western-inspirierten Stücke bleiben lange in eurem Gehörgang hängen.

Im Gegensatz zu den Vorgängern ist die Sprachausgabe ebenso wie die Untertitel dieses Mal ausschließlich in Englisch, der japanische Originalton fehlt dieses Mal. Dafür sind die Rollen gut besetzt, nur Ayesha selbst klingt manchmal etwas gezwungen quietschig.

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Tags: Singleplayer   Anime   Fantasy  

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