Test Atelier Ayesha - Spiel auf Zeit und Meinung

Eine Frage der Zeit

Schon die drei PS3-Vorgänger setzten den jungen Heldinnen ein Zeitlimit vor. Und auch die Zeit, die ihr gemeinsam mit Ayesha und Co. verbringt, ist begrenzt. Trotzdem sind die veranschlagten drei Jahre ein angenehm großzügiger Zeitraum, bei dem auch der säumigste Spieler seine Ziele erreichen wird.

Ohne Magie geht im Kampf nichts.Ohne Magie geht im Kampf nichts.

Trotzdem gilt es zu überlegen, wie ihr vorgehen wollt - lange Reisen kosten Zeit, ausgedehnte Materialbeschaffung ebenfalls und die Bewohner von Ayeshas Welt haben eine ganze Menge Aufgaben für euch parat - langweilig wird es Ayesha auf jeden Fall so schnell nicht.

Im Gegensatz zu lineareren Konkurrenten wie Ni No Kuni oder Final Fantasy 13 genießt ihr hier auf jeden Fall weitaus größere Freiheit bei eurem Vorgehen - dafür müsst ihr dann eben ein paar Abstriche in Sachen Präsentation in Kauf nehmen.

Fakten:

  • weiteres Kapitel der Atelier-Serie
  • komplexes Alchemiesystem
  • detaillierte Charaktermodelle
  • oft kahle Hintergründe
  • erstklassige Musikauswahl
  • jede Aktion verbraucht Zeit im Spiel
  • einfaches, aber effektives Kampfsystem
  • melancholische Grundstimmung
  • nur englische Texte und englische Sprachausgabe
  • der japanische Originalton fehlt
  • exklusiv für PS3 erhältlich

Meinung von Thomas Nickel

Atelier Ayesha mag schon die 14. Episode der Atelier-Reihe sein, aber dank einer frischen Welt und komplett neuen Figuren stellt das Japano-Rollenspiel einen ganz hervorragenden Einstieg in die Reihe dar. Das Zeitlimit der Vorgänger ist hier weitaus weniger drückend und dank der spannenden Rahmenhandlung (Suche nach der Schwester) und der häufigen Ortswechsel bleibt ihr bis zum Ende am Ball.

Schade: die toll gestalteten Figuren und die meist groben Hintergründe passen nicht so recht zusammen. Ich erwarte nicht das hohe Niveau eines Ni No Kuni, aber ein paar mehr Details hätten vielen Szenarien gut zu Gesicht gestanden. Auch das Kampfsystem ist eher zweckmäßig ausgefallen - es verrichtet brav seinen Dienst, reißt aber nicht einmal halbwegs erfahrene Rollenspieler vom Hocker.

Trotzdem ist Atelier Ayesha ausgesprochen angenehme Wohlfühlkost. Anstatt das Genre neu zu erfinden (wie es Final Fantasy oft versucht) baut Atelier Ayesha stabil auf den Qualitäten der vielen Vorgänger auf.

Und ist dabei so einsteigerfreundlich, dass auch Alchemie-Novizen schnell dem Bann eines brodelnden Kessels verfallen.

78

meint: Melancholisches Rollenspiel mit charmanten Figuren und einem fesselnden Alchemiesystem - ein toller Einstieg in die Reihe.

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Tags: Singleplayer   Anime   Fantasy  

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