Test Kingdom Hearts 2

von Clemens Eisenberger (23. Oktober 2006)

Vier Jahre mussten deutsche "Kingdom Hearts"-Fans warten, bis auch sie den zweiten Teil der Serie zocken können. Ob man dem Spiel die lange Entwicklungszeit ansieht und ob Teil 2 weniger, genau so viel oder vielleicht sogar mehr Spaß macht als der mittlerweile zum Kult-Spiel avancierte erste Teil, lest ihr in unserem Review.

Sora im WunderlandSora im Wunderland

Eine schwere Geburt

"Kingdom Hearts 2" bietet zu Beginn einen 3 stündigen Prolog, den ihr nicht mit den bekannten Helden bestreitet. Ihr erlebt hier die Geschichte des jungen Roxas, der die Abenteuer von Sora & Co in seinen Träumen erlebt - auf diese Art wird das Spiel auch für jene Zocker leicht zugänglich, die den ersten Teil noch nicht gespielt haben. Wie es bei Rollenspielen üblich ist, ist die Einleitung etwas langatmig - bei "KH2" ist dies allerdings noch stärker ausgeprägt als bei den meisten anderen RPGs. Eure ersten Aufträge bestehen aus langen Zwischensequenzen, Dialogen und dem Erledigen von kleineren Aufgaben. Um 800 Taler für einen Zug zu bekommen, müsst ihr z.B. kleinere Aufgaben wie "Briefe austragen" oder "Bienen erledigen" erfüllen und bekommt danach, je nachdem, wie gut ihr wart, maximal 50 Taler. Die Aufträge selbst sind sehr leicht - werden allerdings wenn man den Auftrag zum zehnten Mal macht und man zudem immer dieselbe Musik hört, schnell langweilig. Die Jobs selbst findet ihr an so genannten "Schwarzen Brettern" - in der Stadt befinden sich hiervon mehrere, ihr müsst also nicht zwangsläufig die 3 Aufträge erfüllen, vor denen ihr zu Beginn dieser Mission steht. Mein Tipp ist "Briefe austragen"! Nehmt euch beim ersten Mal Zeit, herauszufinden, wo alle Leute stehen, ab dem 3.-4. Mal solltet ihr die 5 Briefe in weniger als 10 Sekunden austragen können. Auf diese Art und Weise kommt ihr am schnellsten zu Geld.

Meet & Greet mit bekannten FilmcharakterenMeet & Greet mit bekannten Filmcharakteren

Änderung in Sicht

Doch zum Glück bleibt dies nicht lange so. Nachdem ihr, nach knapp 3 Stunden Spielzeit, auf Sora, Goofy und Donald trefft und fortan auch wieder die Steuerung der altbekannten Helden übernehmt, macht das Spiel eine radikale Wendung. Das spannende und actionreiche Gameplay des Vorgängers kehrt, sogar in noch einfacherer und verbesserter Form zurück und das Spiel zieht euch wieder erbarmungslos in seinen Bann. Stellt euch also sicherheitshalber schon auf ein paar schlaflose Nächte ein. Eine Neuerung im Kampfsystem ist, dass Sora zu gewissen Zeiten mit einem seiner Mitstreiter zu einem großen und starken Wesen fusionieren kann, was besonders bei Endgegnern von Vorteil ist. Der besonders bei Endkämpfen oftmals etwas hohe Schwierigkeitsgrad des Vorgängers wird hier durch 3 verschiedene Schwierigkeitsstufen ersetzt. Einsteiger sollten aber wirklich mit der leichtesten Einstellung spielen, da die Kampfe nach ca. 5 Stunden Spielzeit schon deutlich an Schwierigkeit zulegen. Wer den ersten Teil problemlos gemeistert hat, spielt auf "normal" und wer sich von Teil 1 unterfordert fühlte, wird sich vermutlich beim höchsten Schwierigkeitsgrad am wohlsten fühlen.

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