Naruto: Die Faszination um Konohas Überraschungs-Ninja - Änderungen im deutschen Anime, Tücken der geschnittenen Fassung

(Special)

Änderungen im deutschen Anime

Der Anime wurde das erste Mal 2002 auf dem japanischen Fernsehsender TV Tokyo ausgestrahlt. Drei Jahre später flimmerte Naruto auch im amerikanischen Programm von Cartoon Network "Toonami" über die Mattscheibe. Seit 2006 laufen die Folgen der Animeserie auch hierzulande auf dem Sender RTL 2.

Die Animeserie ist auch in Deutschland ein Erfolg, enthält jedoch einige Änderungen.Die Animeserie ist auch in Deutschland ein Erfolg, enthält jedoch einige Änderungen.

In manchen Animes ist es der Fall, bei Naruto nicht: In der deutschen Synchronisation sprechen die Darsteller die Namen der Charaktere nicht japanisch aus. So ist das "U" im Namen Sasuke deutlich hörbar, während es die Sprecher im japanischen Original verschlucken. Auch das "S" im Namen sprechen Japaner scharf und nicht stimmhaft aus. Ebenso ist die Betonung einzelner Silben oft anders.

Eine weitere Besonderheit in der deutschen Synchronisation ist das Abschwächen bestimmter Aussagen. Es fällt unter die Kategorie Schnitt. So "töten" sich Gegner im Deutschen nicht, sondern "besiegen" sich.

Die Tücken der geschnittenen Fassung

Da Naruto in Deutschland am Nachmittag lief, gab es die Serie nur in geschnittener Form. Dazu wurde die ohnehin schon gekürzte US-Fassung weiter editiert.

Der riesige Shuriken und das Blut fielen hierzulande der Retusche zum Opfer.Der riesige Shuriken und das Blut fielen hierzulande der Retusche zum Opfer.

Die deutsche Fassung zeigt Leichen oft als schlafend oder ohnmächtig. Der Schnitt tut sein Übriges: Blut fällt der Retusche zum Opfer, genauso wie Waffen, die im Körper eines Charakters stecken. Das kann in manchen Fällen ganz schön verwirrend sein. Zum Beispiel, wenn ihr als deutscher Zuschauer davon ausgeht, dass ein Charakter gestorben ist und er dann eine Folge später putzmunter durch die Tür marschiert.

Über diese Form der Beschneidung könnt ihr euch entweder ärgern oder euch einen Spaß daraus machen, indem ihr mit Freunden rätselt, an welcher Stelle jetzt wohl Blut wäre oder wie viele Kunais (Messer) oder Shuriken (Wurfsterne) im Körper eines Charakters stecken.

Ich sehe was, was du nicht siehst

Schnitte und Retusche verhindern zwar unnötige Gewaltdarstellung, wodurch ein breiteres Publikum in den Genuss des Animes kommt. Allerdings verlieren viele Szenen auf diese Weise auch an Intensität. Das ist der Grund, warum viele Naruto als Kinderkram abtun.

Sasuke ist überwältigt von dem, was der deutsche Zuschauer nicht sieht.Sasuke ist überwältigt von dem, was der deutsche Zuschauer nicht sieht.

In manchen Fällen reißt dieses Vorgehen aber auch Sachverhalte aus dem Zusammenhang, die für das deutsche Publikum nur schwer oder überhaupt nicht mehr nachvollziehbar sind. So erfährt der Zuschauer in einer Folge, warum Sasuke so einen Hass auf seinen Bruder Itachi hat. Der hat nämlich den gesamten Clan auf dem Gewissen.

In einer Rückblende seht ihr Sasuke, wie er nach Hause kommt. Entsetzen spiegelt sich auf seinem Gesicht wider. Als deutscher Zuschauer könnt ihr die Gründe nur erahnen, denn es ist nichts zu sehen. Die Straßen und sein Elternhaus sind leer. Im japanischen Original sind die Straßen hingegen mit toten Clan-Mitgliedern gepflastert.

Seit 2010 strahlt der Sender Animax Naruto in einer ungeschnittenen Fassung, jedoch mit gleichen deutschen Sprechern aus.

Weiter mit: Fantastische Verkaufszahlen, Spiel mit dem Anime

Tags: Anime  

Kommentare anzeigen

Resident Evil 7: Krasses Horror- und Splatter-Comeback von Capcom

Resident Evil 7: Krasses Horror- und Splatter-Comeback von Capcom

Mit Resident Evil 7 - Biohazard will Capcom den Begriff Horror für Spiele neu definieren. Auch für die (...) mehr

Weitere Artikel

Gigantic: Limitierte "Founder's Pack"-Verlosung

Gigantic: Limitierte "Founder's Pack"-Verlosung

Ihr mögt Spiele wie League of Legends oder Smite und seid generell große Anhänger des Moba-Genres, brau (...) mehr

Weitere News

Newsletter

Mit diesem Formular kannst du den Spieletipps.de Newsletter kostenlos abonnieren.

zurück zur Special-Übersicht