Vorschau ESOTU - Fakten und Meinungen von Lukas und Onkel Jo

Fakten:

  • Ego-Perspektive wählbar
  • 9 Rassen, 3 Klassen, 5 Berufe
  • viele Fähigkeiten
  • komplett in Deutsch vertont
  • Grafik wie Skyrim mit kleinen Abstrichen
  • offene Charakterentwicklung
  • Mehrspieler-Schlachten um Cyrodiil (PvP)
  • Gegner kombinieren Angriffe
  • über das Bezahlsystem wollen die Hersteller noch nicht sprechen
  • Konsolenfassung derzeit nicht geplant, obwohl Pad-Unterstützung angedacht
  • das Spiel soll nach und nach erweitert werden, zum Beispiel mit neuen Gilden
  • öffentliche Beta soll im Sommer beginnen
  • das Spiel erscheint voraussichtlich 2013 für PC
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Meinung von Lukas Löhr

The Elder Scrolls Online zeigt eine Menge spannender Ansätze. Ob der Plan aufgeht, Spieler von The Elder Scrolls und Online-Rollenspielen zusammenzubringen und langfristig zu binden? Ein paar Kleinigkeiten lassen mich zweifeln.

Aus der Sicht des "Elder-Scrollers" in mir ist das Probespiel zunächst ein schönes Erlebnis. Es spielt sich wie Skyrim, nur mit weniger Menüpausen. Ich kann die Welt erkunden wie ich möchte, finde dabei Aufträge, Verliese und Höhlen. Ich sammle allerlei Materialien. Theoretisch super, wären da nicht die anderen Spieler. Wenn ich allerdings gerade irgendwo in der Welt eine Truhe finde, mich kurz umdrehe und dann sehe, wie so ein Rosettenkasper mir den Inhalt klaut, geht mir das auf den Senkel.

Das Kampfsystem und die Aufgaben gefallen mir, allerdings habe ich wenig gesehen, das ich nicht schon aus Guild Wars 2 kenne. Und das auch teilweise sogar besser. Natürlich habe ich eine unfertige Version gespielt und meine kleinen Erbsenzählereihen sind später vermutlich ausgemerzt.

The Elder Scrolls Online hat Potenzial zum Hit. Ich bleibe aber lieber vorsichtig mit Lobeshymnen und lasse mich später positiv überraschen.

Meinung von Joachim Hesse

Scheiße, ist das geil! Entschuldigt den Kraftausdruck. DAS ist ein "Massive Multiplayer Online Role-Playing Game"? Beeindruckend. Das entzückt sogar mich als eher klassischen Rollenspieler. Oder vielleicht gerade mich als klassischen Rollenspieler. Denn ich hatte nicht damit gerechnet, dass sich The Elder Scrolls Online ähnlich griffig spielt wie Skyrim, Witcher oder Risen.

Die knapp vierstündige Proberunde mit meinem Orc "Onkel Jo Eisenschwein" war jedenfalls schneller vorbei als früher die Sommerferien. Immerhin Stufe 5 habe ich erreicht. Ob das auch dauerhaft fesselt und auch für Charaktere auf dem höchsten Level taugt? Weiß ich noch nicht. Wird Zeit, dass der Beta-Test großflächig beginnt.

Mein Zwischenfazit: Wenn World of Warcraft die Referenz für Online-Rollenspiele und Skyrim die Referenz für klassische Rollenspiele darstellt, dann ist The Elder Scrolls Online das Kind, dass sich beide schon immer gewünscht haben. Anders als Bioware mit Star War The Old Republic schafft Zenimax diesen Spagat offenbar ohne Leistenbruch. Selbst Nebencharaktere begrüßen mich freudig mit gesprochenen Sätzen, etwa mit "Verpiss dich! Such dir deinen eigenen Schrottstapel!" Nett.

Bei meinem Kurztrip lerne ich bereits einige Charakterköpfe wie Kapitän Kaleen kennen. Die schippert mich in den zweiten Bereich nach Betnikh. Auch ein kleiner Affe namens Quavi wächst mir ans Herz, während er am Strand verloren gegangene Klamotten für mich ausbuddelt. So befreie ich Gefangene, setze Maschinen in Gang, schleiche verkleidet durch feindliche Lager und verkloppe Riesenkrabben.

Lange genug für ihren Rollenspiel-Spagat trainiert haben die Programmcode-Sportler bei Zenimax. Das Spiel ist seit fünf Jahren in Arbeit. Dennoch lautet die Antwort der Entwickler auf Fragen oft: "Daran arbeiten wir gerade." Ich persönlich bin gespannt, ob die gepriesenen Megaserver den Ansturm der MMO-Meute aushalten. Und der Ansturm wird gigantisch sein.

Obwohl die Grafik im Vergleich zu Offline-Spielen keine Misswahl gewinnt, liefert sie dennoch mehr als aktuell im Genre üblich. Ob das mit tausenden Spielern gleichzeitig noch flüssig läuft? Wenn ja, werdet ihr die PvP-Gefechte um Festungen auf Tamriel lieben. Die durften wir bei unserem Besuch in Baltimore jedoch nur anschauen, nicht selbst spielen.

Eine Frage bleibt allerdings noch offen: Wie will mir Zenimax für diesen potenziellen Online-Leckerbissen das Geld aus der Tasche ziehen? Wie auch immer, The Elder Scrolls Online scheint jeden Cent wert zu sein.

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Tags: Online-Zwang   Fantasy   Multiplayer   Koop-Modus  

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