Test Resident Evil 6 - Rebellen in der Heldenrolle

Rebellen in der Heldenrolle

Weiter geht's mit Jake Muller, der eher unvermittelt ins Geschehen rutscht. Denn eigentlich geht der Rebell seinen eigenen Geschäften nach, entpuppt sich aber als Rettung der Menschheit. Der durchtrainierte Sohn von Albert Wesker erweist sich als recht effektiv im waffenlosen Kampf. Allerdings gehen die Nahkämpfe in wildem Mausgeklicke unter.

Mit Jake und Sherry flüchtet ihr öfter vor dem übermächtigen Monster Ustanak.Mit Jake und Sherry flüchtet ihr öfter vor dem übermächtigen Monster Ustanak.

Dumm nur, dass er und seine Begleiterin Sherry Birkin (erstmals im zweiten Teil zu sehen) immer wieder vor der scheinbar unsterblichen Kreatur Ustanak fliehen müssen. Da helfen nur schwere Geschütze und rasante Fluchtpassagen. Spielerisch passend und herrlich überdreht auf den Bildschirm gebracht.

Die vierte Kampagne mit Agentin Ada Wong liefert schließlich die kürzeste Spiellänge, bietet aber am meisten Abwechslung. Mit der mysteriösen Dame (die früher mehrfach die Bösewicht-Rolle spielte) schleicht ihr durch Industrieanlagen, erledigt Wachen mittels Armbrust und löst kleine Rätseleien. Zudem verbindet sie die etwas wirre Geschichte der anderen Darsteller. Mehr zu Resident Evil 6 erfahrt ihr im Test der Konsolenfassung.

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Fakten:

  • nahtlos integrierter Kooperativ-Modus
  • 4 große Spielkampagnen mit 7 spielbaren Charakteren
  • Wiedersehen mit vielen bekannten Charakteren früherer Teile
  • wirre Spielgeschichte
  • überflüssiges Deckungssystem
  • teils matschige Texturen
  • Gegner verhalten sich dumm
  • hoher Gewaltfaktor
  • deutsche Sprachausgabe
  • Steam zur Aktivierung nötig
  • günstiger Preis (bei Amazon kostet Resident Evil 6 für PC knapp 28 Euro)
  • erhältlich für PC, Xbox 360 und PlayStation 3

Meinung von Thomas Stuchlik

Resident Evil 6 setzt auf Bildschirmaction ohne große Verschnaufpausen. Da tut sich die Gruselatmosphäre schwer, sich richtig zu entfalten. So richtig gelingt das nur auf dem düsteren Uni-Campus, denn dieser orientiert sich am ehesten noch an den alten Teilen. Ansonsten scheinen vorrangig Teil 4 und Teil 5 Pate für die Action-Lastigkeit gestanden zu haben.

Wechselnde Szenarios, actionreiche Fahrsequenzen, interaktive Zwischensequenzen und eklige Bossgegner sorgen gleichzeitig für einige Abwechslung. Allerdings werden mir die ständigen Ballereien schnell eintönig. Auch die bröckelige Spielgeschichte lässt euch stirnrunzelnd zurück.

Die PC-Version wirkt optisch ansprechend, aber nicht bahnbrechend. Die Grafik läuft flüssig, bietet passende Grafikeffekte, aber auch teils unscharfe Texturen. Technisch wäre hier mehr drin gewesen. Das größte Manko ist allerdings die Steuerung, die am PC wie ein Fremdkörper wirkt und die routinierte Bildschirmaction erschwert.

79

meint: Teil 6 entledigt sich großteils seiner Horror-Wurzeln und liefert umfangreiche Kampagnen mit viel Action, aber etwas missglückter PC-Steuerung.

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Inhalt

Tags: Steam   Koop-Modus   Horror  

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