Test Sniper - Ghost Warrior 2: Scharfschütze mit Crysis-Grafik

von Christian Brück (05. April 2013)

Mit Sniper - Ghost Warrior 2 wollen die Entwickler von City Interactive aus dem Mittelmaß des Vorgängers ausbrechen. Ob es Spaß macht, hier einen Scharfschützen zu mimen?

Sniper - Ghost Warrior 2 protzt mit der Cry-Engine 3.Sniper - Ghost Warrior 2 protzt mit der Cry-Engine 3.

Vor etwa drei Jahren enttäuschte Sniper - Ghost Warrior von City Interactive viele Spieler. Die Grundidee war zwar spannend, doch im Test fiel Sniper durch: "miese Gegnerintelligenz, belanglose Story und nervige Shooter-Einlagen". Für den zweiten Teil versprechen die Entwickler, das Scharfschützen-Genre auf ein neues Level zu hieven.

Um dieses Ziel zu erreichen, wirft City Interactive die im ersten Teil benutze Chrome-Engine über Bord und angelt sich die Cry Engine 3, die auch Crysis 3 anfeuert. Wie ihr auf den folgenden Bildern seht, keine schlechte Investition:

In Sniper - Ghost Warrior 2 verkörpert ihr den Scharfschützen Cole Anderson, der den Auftrag bekommt, mit seinem Team eine Biowaffe sicherzustellen. Die Hauptgeschichte erzählt das Spiel in drei Akten zu je drei Missionen. Während der erste und der letzte Akt in der Gegenwart spielen, führt euch der zweite Akt in Coles Vergangenheit.

Wo ist die Freiheit?

Die bemüht wirkende Wende der Handlung gegen Ende überrascht kaum. Zudem baut ihr zu euren Kameraden keine Beziehung auf, da ihr meist nur über Funk mit ihnen kommuniziert.

Ohne eine ruhige Hand geht bei Sniper - GW 2 nichts.Ohne eine ruhige Hand geht bei Sniper - GW 2 nichts.

Eine Mission in Sniper - Ghost Warrior 2 sieht grundsätzlich so aus: Zu Beginn bekommt ihr über Funk eure Aufgabe erklärt, dann rennt ihr einem eurer Kollegen nach, bekommt ein paar auszuschaltende Ziele aufs Radar gelegt und folgt wieder solange eurem Kameraden, bis ihr ein weiteres Mal vorgegebene Gegner um die Ecke bringen dürft.

Abwechslung bieten die gelegentlichen Eskortmissionen, die ihr jedoch nicht hautnah, sondern stets aus 1.000 Metern Entfernung erlebt. Ihr fühlt euch wie in einem Call of Duty aus der Beobachterperspektive - die wahre Action dürft ihr nur durch euer Zielfernrohr verfolgen.

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Sniper Ghost Warrior 2: Unterwegs als Scharfschütze

Der große Fehler, den die Entwickler machen, ist dem Spieler seine Freiheit zu nehmen. Die Pfade, auf denen ihr euch bewegt, sind stets vorgegeben. Zudem habt ihr, mit ein paar Ausnahmen, einen "Spotter" (vom englischen Wort "to spot" - "entdecken") im Schlepptau, der euch die zu erledigenden Ziele vorgibt. In den ersten Missionen ist das legitim gewesen, später erinnert das an einen virtuellen Erziehungsberechtigten: "Tu erst das, dann dies und schließlich jenes." Wenn das bei echten Scharfschützen auch so sein mag, im Spiel wirkt es nervig.

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Tags: Singleplayer  

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