Test Sniper 2 - Technisches Mittelmaß, schwacher Mehrspieler

Gradwanderung - das Schwierigkeitssystem

Für die Vorschau Ghost Warrior 2: Neuer Einsatz für Scharfschützen erklärte Produzent Michal Sroczynskidie kürzlich noch das geplante Schwierigkeitsgradsystem. Das System funktioniert in der fertigen Fassung gut.

Im extremen Schwierigkeitsgrad zeigt euch das Spiel Gegner nicht mehr auf der Karte.Im extremen Schwierigkeitsgrad zeigt euch das Spiel Gegner nicht mehr auf der Karte.

Den einfachen Modus könnte sogar Pipi Langstrumpfs Affe "Herr Nielson" meistern. Der mittlere Grad fordert, lässt aber keinen Frust aufkommen. Der Experten-Modus ist tatsächlich nur für komplett schmerzfreie Spieler vorgesehen. Die Stufe von "mittel" auf "schwer" fällt recht happig aus.

Hier eine Übersicht, welche Hilfen ihr in den verschiedenen Graden gestellt bekommt:

  • Einfach: alle Gegner werden auf der Karte angezeigt, der für euch Gefährlichste besonders hervorgehoben; die Flugkurve eures Schusses wird vorberechnet und der Einschlagspunkt angezeigt.
  • Mittel: alles wie auf einfach, allerdings erscheint der rote Visierpunkt erst nach einigen Sekunden - in stressigen Situationen kann das zu zitternden Nerven führen
  • Schwer: hier seid ihr komplett auf euch alleine gestellt, keine Hilfen werden mehr angezeigt, auch nicht auf der Mini-Karte.

Technisches Mittelmaß, schwacher Mehrspieler

Die Waffen klingen lebensnah, die deutschen Sprecher machen ihre Arbeit über weite Strecken gut. Zudem zaubert die Cry-Engine 3 schöne Panoramen und detaillierte Waffenmodelle auf den Bildschirm und macht das Spiel so auf den ersten Blick zu einem grafischen Leckerbissen.

So stellt die Cry Engine 3 im Spiel den Dschungel dar.So stellt die Cry Engine 3 im Spiel den Dschungel dar.

Bei genauem Hinsehen wirken viele Texturen allerdings verwaschen, auch die Charaktere sehen etwas künstlich aus. Im Spiel treten zudem oft kleine Fehler auf, etwa überschneiden sich Objekte. Das retten dann auch der dicht wirkende Dschungel und die zerstörten Straßenschluchten nicht.

Und was ist mit dem Mehrspielermodus? Naja, den gibt es. Doch auch dieser wirkt schlicht und lieblos. Zum Testzeitpunkt gab es lediglich einen Spielmodus, Team-Deathmatch, und zwei Karten. Da es während der Partie keine einzunehmenden Ziele oder irgendeine Art von Missionen gibt, trollen sich alle so lange im Gras, bis ein Spieler doch mal aufsteht und den virtuellen Kopf weggeschossen bekommt. Das bringt Frust, aber keine Freude.

Fakten:

Meinung von Christian Brück

Die Geschichte ist wieder fad, die Gegner fallen durch abwesende Intelligenz auf, Freiheiten habe ich kaum, der Mehrspieler-Modus wirkt unfertig. Und trotz der besseren Engine leistet sich das Spiel diverse Grafik-Fehler. Immerhin sieht es großteils trotzdem gut aus.

City Interactive hat die nervigen Ballereinlagen gestrichen und ein sinnvolles und gut funktionierendes Schwierigkeitssystem eingebaut. Ob die angekündigten Zusatzinhalte per Download das Spielerlebnis grundlegend verbessern? Ich bezweifele es. Mir gefällt Sniper Elite besser.

58

meint: Es sieht gut aus und klingt gut, doch das eigentliche Scharfschützen-Abenteuer bleibt eher enttäuschend.

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Tags: Singleplayer  

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