Test Dungeon Lords

von Daniel Frick (20. Juli 2005)

Rollenspiele sind einem ständigen Wandel unterworfen, zumal sie inzwischen zu den beliebtesten und meistgespieltesten Games überhaupt gehören. Rollenspielentwickler-Legende David Bradley (Wizardry) wollte mit "Dungeon Lords" die besten Eigenschaften des Genres in neuer Art und Weise vereinigen. Herauskommen sollte dann ein Rollenspiel im 3D-Gewand, das die Action eines "Gothic" mit der komplexen Charakterentwicklung eines "Diablo" mischt. Ob dieses nicht ganz einfache Kunststück gelungen ist, erfahrt ihr in unserem Test.

Das InventoryDas Inventory

Story

Wie wir in einem Eingangsvideo erfahren, befinden sich mal wieder zwei Könige in einem ordentlichen Zwist, ausgetragen durch ihre obersten Magier. Der gute Magier Galdryn jedoch unterliegt seinem Rivalen Volga und nun ist es dem üblen Lord Barrowgrim ein Leichtes, das feindliche Königreich zu überrennen. Einzig ein Bündnis, besiegelt durch die Hand der schönen Prinzessin Ellowyn, könnte Barrowgrim noch gütlich stimmen. Doch deren Herz ist dem Hauptmann der königlichen Garde verfallen, und so macht sie sich schlicht und ergreifend aus dem Staub. Wir selbst, edler Recke, doch wie im Genre üblich zu Beginn noch etwas schwach auf der Brust, finden uns nach einem Menü zur Charaktererstellung im Wald im Nirgendwo wieder, wo uns ein mysteriöser Bote einen Brief übergibt, den wir in die Hauptstadt Fernhaim bringen sollen. Gesagt, getan, begeben wir uns kurz darauf in die nahe Stadt, nur um wenig später vor verschlossenen Toren zu stehen. Einen weiteren Moment später stehen wir das erste Mal unseren Mann im Kampf gegen ein paar hinterlistige Goblins und erlangen Zugang zum Abwassersystem, durch das es einen Weg in die Stadt zu finden gilt. Die Geschichte um den alten Kampf zwischen gut und böse führt uns in der Folge durch das gesamte Königreich und hier im besondern durch die zahlreichen namensgebenden Dungeons.

Einer der typisch leeren RäumeEiner der typisch leeren Räume

Charaktersystem: Umfangreich und anspruchsvoll

Das im Vorfeld hochgelobte Charaktersystem bietet tatsächlich vielfältige Möglichkeiten zur Feinabstimmung seines Avatars. Neben 7 Rassen wählt man zu Beginn aus einer von 4 Grundklassen aus: Adept, Kämpfer, Magiebegabter oder Schurke. Im weiteren Verlauf des Spiels ergeben sich jedoch durch Nebenquests oder dem Beitritt in Gilden insgesamt 33 verschiedene mögliche Charakterklassen. Zum Teil spiegeln diese eine schon vorher durch entsprechende Punktvergabe bei den Fähigkeiten gewählte Mischklasse. Obwohl es bestimmte regulierende Einschränkungen durch Rasse und Malusse auf z. B. Klassenfremde Ausrüstungsgegenstände gibt, steht darüber hinaus Mischklassen nichts entgegen. Wie in vergleichbaren Situationen in ähnlichen Spielen, gilt es auch in "Dungeon Lords", sich nicht zu verzetteln und bestimmte Ziele konsequent zu verfolgen. Hält man sich an dieses ungeschriebene Gesetz, erhält man durchaus schlagkräftige Mischklassen. Die Vielfältigkeit setzt sich fort in den 4 unterschiedlichen Magieklassen mit insgesamt über 100 verschiedenen Zaubersprüchen. Motivierende Innovation in diesem Bereich: Gewonnene Erfahrungspunkte können jederzeit in Fähigkeiten investiert werden, das Warten auf den allbekannten Levelaufstieg entfällt!

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