Test Army of Two - The Devil's Cartel - Kurze Dauer, durchschnittliche Optik

Wettrüsten macht Freude

Während die Entwickler nicht mit Innovationen glänzen, ist doch zu erkennen, dass sie sich Mühe gegeben haben. Beseitigt ihr genügend Gegner, belohnt euch das Spiel an jeder Ecke mit neuen Kombo-Angriffen oder auch mit Geld. Von diesem kauft ihr euch neues Waffenzubehör, andere Klamotten sowie Tattoos und Masken (von denen sogar einige von Skullcandy lizenziert sind).

Wer seine Waffe gerne in Gold hätte, kann diese im Laden so bestellen.Wer seine Waffe gerne in Gold hätte, kann diese im Laden so bestellen.

Speziell die Aufrüstungsmöglichkeiten bei Waffen überzeugen. Ihr könnt einen Schalldämpfer auf eine Schrotflinte schrauben und Zielfernrohre auf Maschinengewehre oder kleine Kameras unter Sturmgewehre montieren, um die Trefferquote bei Schüssen aus der Deckung zu erhöhen. Auch farbliche Anpassungen sind möglich. Habt ihr schon mal ein M4-Gewehr komplett in Gold gesehen?

Das Spielen mit den durchschlagskräftigen Waffen eröffnet euch aber auch eine unheimliche Seite des Spiels: Es ist verdammt brutal. Gerade das Öffnen einer Tür in Zeitlupe samt Feuergefecht ist sehr blutig.

Kurze Dauer, durchschnittliche Optik

Aufgrund der heftigen Brutalität ist eine geschnittene Version mit USK-18-Siegel unumgänglich. Es fehlt die Möglichkeit, Gegner-Körper nach deren Tod noch bewegen zu können. Und ihr könnt den Kartellangehörigen keine Gliedmaßen abschießen.

Die Umgebungstexturen können mit Genre-Konkurrenten nicht mithalten.Die Umgebungstexturen können mit Genre-Konkurrenten nicht mithalten.

Die Steuerung ist leicht zu erlernen. Kritisch zu beurteilen ist aber das Deckungssystem. Dieses ist nur ein schwacher Abklatsch des aus Tom Clancy's Ghost Recon Future Soldier bekannten Systems. Drückt ihr die Aktionstaste, huscht euer Charakter automatisch zur nächsten, aber viel zu oft zur falschen Deckung.

Nach der sechs- bis achtstündigen Kampagne gibt es nichts weiter zu tun, da es weder Mehrspieler- noch Herausforderungsmodi gibt.

Grafisch ist das Spiel keine Wucht wie Uncharted 3 - Drake's Deception oder Bioshock Infinite . Die Polygonmodelle der Charaktere sehen detailliert aus - viele Umgebungsgrafiken sind aber zu matschig.

Fakten:

  • sechs- bis achtstündige Kampagne
  • Splitscreen (geteilter Bildschirm)- und Online-Koop-Modus
  • Waffen umfangreich aufrüstbar
  • teilweise matschige Texturen
  • austauschbare Charaktere ohne Tiefgang
  • belanglose Geschichte
  • zerstörbare Umgebung macht Laune
  • monotoner Spielablauf
  • keine Mannschafts-Gesten mehr
  • sehr brutal und blutig
  • erhältlich für PS3 und Xbox 360

Meinung von Jens-Magnus Krause

Im Verlaufe des Spiels ist bei mir ein Dialog hängen geblieben: Alpha rät Bravo, auf rote Fässer zu schießen. Bravo fragt, warum er das tun solle. Alphas Antwort: "Du spielst wohl nie Videospiele, was?" Das ist der selbstironische Humor, den die Serie ausmacht. Aber warum gibt es davon nur so wenig?

Am Austausch der Protagonisten stört mich, dass dieser aufgrund völlig gesichtsloser Söldner überhaupt nicht nachvollziehbar ist. Generell verschenkt die Serie erneut ihr Potenzial. Warum tragen die Charaktere kein Schicksal mit sich herum? Und warum ist der Spielablauf über die gesamte Spieldauer so abwechslungsreich wie ein 5-Gänge-Menü bestehend aus Pommes Frites mit nichts? Coole Koop-Aktionen, heftige Explosionen, massig Blut und derbe Sprüchen reichen nicht aus, um ein Spiel zum Volltreffer zu machen.

65

meint: Monotone Koop-Ballerorgie mit selbstironischem Humor, belangloser Geschichte und blassen Charakteren.

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Inhalt

Tags: Splitscreen   Koop-Modus   Multiplayer   Singleplayer  

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