Test Dungeon Hunter 4: Gelungene Fortsetzung oder Abzocke?

von David Ulc (24. April 2013)

Dungeon Hunter 4 besinnt sich auf seine Stärken, bietet wieder offene Welten und ist der komplexeste Ableger der Serie. Doch auch der Fokus auf In-App-Käufe ist gestiegen.

Selten greift euch ein Monster alleine an.Selten greift euch ein Monster alleine an.

Damals bei Dungeon Hunter 3 gab es einen großen Aufschrei: Wo sind die offenen Umgebungen geblieben? Was ist mit der Hintergrundgeschichte passiert? Die Metzelei à la Baldur's Gate verkam zu einem reinen Arenenkampf ohne Sinn. Der Gladiator gegen die Feinde.

Im neuesten Teil wandert ihr durch die Landschaft, tötet unterwegs unzählige abtrünnige Gegner, aber landet am Ende doch in einem großen Kerker oder Verlies. Ebenso haben die Entwickler von Gameloft das Inventarsystem deutlich aufpoliert. Das scheint mehr als ein halber Sieg zu sein.

Aus vier Charakterklassen wählt ihr euren Helden, mit dem ihr das Königreich Valenthia von Dämonen säubert. Technisch einwandfreie Zwischensequenzen treiben die Handlung voran, die englische Synchronisation der Personen wirkt stimmig und authentisch. Es macht Freude, den Menschen zuzuhören, statt schnell selber den Text zu lesen.

Schmiedet eure eigene Ausrüstung

Das Kampfsystem erreicht bei Dungeon Hunter 4 eine Komplexität, die die anderen Teile vermissen lassen. Jedes Rüstungsteil und jede Waffe könnt ihr verbessern.

Textblöcke erklären euch das anfangs komplizierte Menü.Textblöcke erklären euch das anfangs komplizierte Menü.

Spezielle Amulette oder Edelsteine baut ihr in die Waffe ein, vorausgesetzt, euer Gegenstand besitzt die richtige Fassung. Diese bewirkt Zusatz- oder speziellen Magieschaden, oder höhere Gesundheit.

Ein Novum ist die Möglichkeit, Waffen mit seltenen, unterwegs gefundenen Ressourcen selbst herzustellen. Über Erfahrungspunkte erhaltet ihr genretypisch Fertigkeitspunkte und neue Fähigkeiten, die ihr nach und nach verstärkt.

Von den technischen und spielerischen Möglichkeiten ist der neueste Teil ein klarer Erfolg. Auch der Kooperations-Modus sowie die zwei weiteren Mehrspielermodi überzeugen. Eine gravierende Sache wirft allerdings einen weiten Schatten auf das muntere Gekloppe: In-App-Käufe.

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Tags: Fantasy   Multiplayer  

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