Test Dungeon Hunter 4 - Anstrengende In-App-Manie & Fazit

Anstrengende In-App-Manie

Ihr tötet, erhaltet Erfahrungspunkte und Geld und werdet stärker. So klappt es in Diablo, aber nicht bei Dungeon Hunter. Für echtes Geld erwerbt ihr euch Edelsteine, mit denen ihr hochwertige Waffen kauft. Oder neue Zaubersprüche.

Grafisch ist Dungeon Hunter 4 allemal ein Erfolg.Grafisch ist Dungeon Hunter 4 allemal ein Erfolg.

Das ist bis zu einem gewissen Punkt legitim. Wenn ihr für neue Fertigkeiten zwischen 40 und 680 Edelsteine berappen sollt, ist das viel reales Geld. 200 Steine für 1,79 Euro; 550 für 4,49 Euro. Im Endeffekt zahlt ihr für vollen Spielgenuss mehr als ein wertiges Spiel für iPhone oder Android üblicherweise kostet.

Ihr braucht keine hübschen Waffen oder Zauber? Auch eure Inventarfelder schlagen mit zwanzig blauen Steinen zu Buche. Anfangs allerdings nur, denn der Preis erhöht sich. Im Endeffekt schlagen sich Hartgesottene halt mit wenig Inventar und schlechten Waffen durch. Doch selbst Herkules wäre irgendwann erschöpft. Heiltränke für 20 Edelsteine, heißt übersetzt etwa 19 Cent für einmal heilen.

An fast jeder Stelle, selbst im Ladebildschirm, ist der Zwang zum Kauf omnipräsent. Dadurch büßt Dungeon Hunter 4 viel von seinem Potenzial ein.

Fakten:

  • 4 spielbare Klassen
  • 3 Mehrspielermodi
  • komplexe Aufrüstungmöglichkeiten
  • hervorragende englische Synchronisation
  • hakelige Steuerung
  • starker Zwang zu In-App-Käufen
  • erhältlich für iPhone und Android

  • Dungeon Hunter 4 bei iTunes kaufen

Meinung von David Ulc

Ich hätte mir einen Preis zwischen vier und sechs Euro gewünscht für Dungeon Hunter 4. Mehr als jeder Teil zuvor pocht das kostenlose Metzel-Spiel auf In-App-Käufe. Eure Münzen benötigt ihr kaum, alles dreht sich um teure Edelsteine. Denn selbst Heiltränke kauft ihr nur mit der seltenen Währung. Früher oder später sieht sich ein jeder dazu gezwungen, Bares zu bezahlen, um voranzukommen. In dieser Form macht es kaum Spaß und ich würde mir wünschen, sogenannte Freemium-Spiele hätten nie das Licht der Welt erblickt.

Das ist schade, denn abgesehen davon kann der vierte Teil wirklich überzeugen und könnte theoretisch das stärkste Glied in der Reihe werden. Andere Spiele mit In-App-Käufen bekommen auch den Spagat hin, eigentlich könnte ein fünfter Teil ja nur besser werden.

62

meint: Der penetrante Zwang zu In-App-Käufen lässt den Spielspaß des ansonsten guten Nachfolgers in den Keller sinken.

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Tags: Fantasy   Multiplayer  

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