Lucas Arts: Ende einer Ära - Teil 1

(Special)

von Thomas Stuchlik (13. April 2013)

Lucas Arts ist tot, doch das bedeutende Erbe des Spielestudios lebt weiter. Der erste Teil dieses Blickpunkts beleuchtet die Anfänge und die Blütezeit der Adventures.

Mit Lucas Arts stirbt auch das vielversprechende Star Wars 1313.Mit Lucas Arts stirbt auch das vielversprechende Star Wars 1313.

Sie erregen erstes Aufsehen durch cineastisch anmutende Spiele und neue Grafiktechnologien. Zudem revolutionieren sie das Adventure-Genre und überschwemmen die Welt mit Star-Wars-Spielen. Die Rede ist von Lucas Arts. Gerade in den 1980er und 1990er Jahre steht der Name für einzigartige Spielerlebnisse, denen so manch gereifter Spieler noch immer nachtrauert.

Vielen haben sich die Abenteuer aus The Secret of Monkey Island, Star Wars - X-Wing oder Day of the Tentacle in ihre Erinnerung gebrannt. Doch nun ist es vorbei mit dem amerikanischen Hersteller. Der Disney-Konzern hat im April 2013 das Studio dicht gemacht. Aus Kostengründen, wie es heisst. Dabei hatte Lucas Arts mit Star Wars 1313 noch ein heißes Eisen im Entwicklerfeuer.

spieletipps blickt deshalb zurück auf 31 Jahre turbulente Firmengeschichte und stellt die wichtigsten Meilensteine vor. Schließlich haben Lucas Arts' Spiele mit ihrem einzigartigen Stil, schrillen Humor und kinoreifer Atmosphäre für schlaflose Nächte gesorgt.

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Unvergessene Spielelegenden von Lucas Arts

In zwei Blickpunkt-Artikeln erfahrt ihr alles, was ihr über Lucas Arts wissen müsst. Im ersten Teil geht es um die Anfänge und darum, welche Adventures damals für Höchstwertungen gesorgt haben. Im Fokus von Teil 2 stehen Indiana Jones, Star Wars und der Untergang von Lucas Arts.

1982: Die Anfänge

Mai 1982: Star-Wars-Erfinder George Lucas will sein Film-Imperium in andere Bereiche ausweiten. Vor allem interaktive Medien wecken sein Interesse, weshalb er die "Games Group" aus dem Boden stampft. Eine Gruppe von Designern und Programmierern hat freie Hand, neue Spiele zu entwickeln. Finanzielle Unterstützung gibt's zudem von Kooperationspartner Atari.

Aus der Games Group wird Lucasfilm Games - erst später ändert sich der Name in Lucas Arts.Aus der Games Group wird Lucasfilm Games - erst später ändert sich der Name in Lucas Arts.

Das Studio benennt sich von "Games Group" in "Lucasfilm Games" um und bringt 1984 das erste Spiel heraus - Ballblazer . Dank ihren Wurzeln in der Filmindustrie packen die Macher von Anfang an vieles anders an. Beispielsweise konstruieren sie die virtuellen Vehikel der ersten Spiele zuerst als große Plastikmodelle. Genauso wie es die Effektemacher bei Star Wars handhaben. Zudem nutzen sie Filmaufnahmen, um ihre Bewegungs-Animationen zu verbessern.

Schließlich bringen die Programmierer neuartige Techniken auf den Bildschirm. Sie nutzen beispielsweise spezielle Grafiktechniken zur Darstellung von Landschaften (unter Mathematikern als Fraktale bekannt). Nur so können die damaligen Heimcomputer überhaupt eine halbwegs flüssige 3D-Optik darstellen.

Für die ersten Spiele übernehmen die Hersteller Epyx, Electronic Arts oder Activision den Vertrieb. Erst ab dem Meilenstein Maniac Mansion schlüpft Lucas Arts auch in die Rolle des Publishers.

Weiter mit: 1984: Die Frühwerke + 1985: Die zweite Spielewelle

Tags: Fun  

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