Test Samurai Warriors - Xtreme Legends

von Clemens Eisenberger (13. März 2005)

Die "X-Treme Legends" verfolgen uns mittlerweile seit "Dynasty Warriors 3". Meist wird die Spielroutine 1:1 übernommen, es gibt ein paar neue Gegenstände, Waffen und Offiziere. Das war's dann. Wie es mit "Samurai Warriors X-Treme Legends" aussieht, erfahrt ihr in unserem Test.

Im Splitscreen noch unübersichtlicher: Zum Nebel noch das Minibild.Im Splitscreen noch unübersichtlicher: Zum Nebel noch das Minibild.

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Im allgemeinen wage ich zu behaupten, spielerisch habe sich seit "Samurai Warriors" nichts getan. Auch wenn man auf dem Cover von "verbesserter KI" spricht, rennen euch die Gegner noch immer dumm in das Schwert und auch die Offiziere, die ihr besiegen müsst, um eine Mission abzuschließen, verhalten sich nicht viel intelligenter. Die Gegner stehen gerne dekorativ in der Landschaft, auch wenn rund um sie Feinde sind, die schon ihre Klingen wetzen. Selbst nach einer Attacke eurerseits ist es für die gegnerischen Truppen nicht selbstverständlich, sich zu bewegen. Die "X-Treme Legends" geben euch 4 (!) neue Charaktere die nicht nur wie Freaks aussehen, sondern sich auch so verhalten. Die 15 Charaktere des Originalspiels sind auch dabei, allerdings muss man sich die erst freischalten. Egal welchen Charakter ihr wählt, der Spielablauf ist immer gleich: Ihr kämpft euch durch riesige Gegnerhorden und besiegt zum Schluss noch den Obermotz - Mission geschafft. Zwischendurch kommen "abwechslungsreiche" Missionen wie "Schaffe einen Fluchtweg für Nobunaga Oda" die sich aber nach kurzem Anspielen auch als "Nimm deine Waffe und schlage eine Bresche in die feindlichen Gegnerhorden" Aufträge entpuppen. Aufgrund des eintönigen Spielverlaufes ist "Samurai Warriors X-Treme Legends" kein Spiel, das man sich ein Monat lang vornimmt und es durchspielt. "SWXL" ist eher für eine kleine Zockrunde zwischendurch geeignet, nach einem anstrengenden Arbeitstag kann es sogar Spaß machen 745 Gegner mit einem Stab den Hintern zu versohlen.

Vor jeder Schlacht könnt ihr euch mit Waffen, Gegenständen und Leibwachen ausrüsten.Vor jeder Schlacht könnt ihr euch mit Waffen, Gegenständen und Leibwachen ausrüsten.

Angestaubte Grafik + schlechten Sound

An der Grafik hat sich seit dem "Hauptspiel" nichts verändert. Die Ingame-Grafiken sind immer noch matschig und überhaupt nicht abwechslungsreich, sodass man sich öfter denkt "Da war ich doch gerade!". Das Selbe gilt auch für die Charaktere, die teilweise (Yoshimoto Imagawa) wie zugekiffte Sushiköche aussehen. Außerdem herrscht in jedem Kampfareal starker Nebel, sodass man keinesfalls weiter als 10 Meter sehen kann. Gegner und andere Objekte poppen aus diesem Nebel einfach heraus. Ich hoffe, dass sich beim nächsten "Warriors"-Spiel die Grafikqualität deutlich hebt, ansonsten sehe ich schwarz für die einst so erfolgreiche Serie. Die Zwischensequenzen sehen hingegen halbwegs akzeptabel aus. Das Selbe gilt leider auch für den Sound des Spiels. Hier kann nicht mal die groß angekündigte "Dolby Pro Logic 2"-Variante Abhilfe schaffen. Die ewig gleichen Kampfgeräusche gehen einem schon nach 5 Minuten auf den Geist, die Dialoge können da aber noch einen draufsetzen.

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