Lucas Arts: Ende einer Ära - Teil 2 - Was gibt es sonst noch? & Von der Macht verlassen

(Special)

Was gibt es sonst noch?

Nach diesem Schwall an Sternenkriegs-Spielen überrascht es, dass Lucas Arts in der Zwischenzeit auch andere Spiele entwickelt. Das Action-Rollenspiel Gladius von 2003 lässt euch eure eigene Gladiatorenschule aufbauen. Untypisch für die Thematik sind die taktischen Rundenkämpfe.

Nicht von Erfolg gekrönt: Das ambitionierte Konsolen-Rollenspiel Gladius.Nicht von Erfolg gekrönt: Das ambitionierte Konsolen-Rollenspiel Gladius.

Ebenso unter Aufsicht von Lucas Arts entsteht der erste Teil der Militäraction Mercenaries (2005), die in einer offenen Welt spielt. Außerdem folgt 2006 die Aufbausimulation Thrillville (2006) von Frontier Developments, in der ihr euren eigenen Vergnügungspark aufbaut.

Daneben erscheinen auch weniger erwähnenswerte Spiele wie:

Schon gewusst? In der humorvollen Aufbausimulation Afterlife von 1996 organisiert ihr das Leben nach dem Tod. Hier baut ihr Himmel und Hölle auf, um verstorbene Seelen ins Jenseits zu geleiten.

Von der Macht verlassen

Zuletzt arbeitet der Hersteller an zwei weiteren Star-Wars-Auskopplungen. Am Ego-Shooter Star Wars - First Assault, der an selige Battlefront-Zeiten erinnert, sowie am ambitionierten Star Wars 1313, das euch in die Rolle von Boba Fett versetzen sollte. Doch beide Projekte sind dem Untergang geweiht. Schließlich hat Eigentümer Disney alle Aktivitäten bei Lucas Arts zum 3. April 2013 eingestellt. Zu Recht?

Schade drum: Mit Lucas Arts stirbt auch Star Wars 1313.Schade drum: Mit Lucas Arts stirbt auch Star Wars 1313.

Bereits ab 2000 verliert Lucas Arts erheblich an Wichtigkeit - der Adventure-Sektor ist tot, Militärsimulationen interessieren keinen mehr. Lediglich Star Wars spült noch Geld in die Kassen, doch die Qualität der früheren Jahre fehlt. Die Spiele verlieren mehr und mehr ihren einzigartigen Zauber.

Lucas Arts entwickelt immer weniger selbst - die meisten Erfolge (Battlefront, Knights of the Old Republic) kommen von anderen Studios. Eigenproduzierte Spiele wie The Force Unleashed oder Republic Commando beschränken sich aufs Minimum. Lucas Arts verkommt zum Lizenzgeber und ohne Star Wars hätte der Hersteller wohl schon viel früher zugemacht.

Der letzte Sargnagel folgt im Oktober 2012 als Disney das Lucasfilm-Imperium und damit auch Lucas Arts übernimmt. Und der Mauskonzern ist in der Branche nicht gerade berühmt für seine Barmherzigkeit. So erscheint es fast logisch, dass er die Tore eines Spieleherstellers schließt, der in den letzten Jahren kaum noch Bedeutung besitzt. Eines Spieleherstellers, der nur noch ein Schatten seiner selbst ist, den Spielern aber Glanzmomente des Videospiels beschert hat.

Tags: Science-Fiction   Fantasy  

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