Test Sid Meiers Pirates!

von Tobias Stolle (03. August 2005)

Im Jahre 1987 wurde ein Meilenstein in Sachen Computerspiele erstellt, denn in diesem Jahr veröffentlichte Microprose Sid Meiers legendäres "Pirates!". Jeder ältere Spieler kennt diesen Titel vom Commodore C64 oder 3 Jahre später vom Atari ST oder Amiga. 1993 wurde der Titel optisch und spielerisch aufgepeppt und unter "Pirates! Gold" für den PC und Sega Megadrive veröffentlicht. Über 10 Jahre später hat sich Altmeister Sid Meier mit seinem legendären Meisterwerk "Pirates!" zurückgemeldet. Ob es sich lohnt mit der Xbox wieder in hohe See zu stechen, erfährst du hier.

Die SeekarteDie Seekarte

Alles beim Alten? Das Gameplay

Eins gleich mal vorweg. Gottlob hat man fast nichts an dem klassischen perfekten Gameplay verändert und auch völlig neue Spielelemente hat man nur mit Bedacht integriert. Zu Beginn deiner Karriere suchst du dir eine Flagge aus, unter der du deine Abenteuer bestreiten willst. Diese Auswahl hat dann schon Einfluss auf den Schwierigkeitsgrad des Spiels. An Bord einer kleinen Nussschale, die kaum als bedrohliches Piratenschiff zu bezeichnen ist, segelst du durch die Karibik und kämpfst zunächst darum, dir einen Ruf aufzubauen. Erfreulich ist, dass es trotz Aufträgen ein sehr freies Gameplay ist und du eigentlich das machen kannst, was du willst. Also erst mal schnell in die örtliche Kneipe, um ein paar fähige Männer anzuheuern und Informationen zu bekommen. Danach stichst du in See und kaperst das nächste Handelsschiff des Feindes, um die erbeuteten Waren gewinnbringend zu verkaufen.

Feuer frei!!!Feuer frei!!!

4 Nationen in der Karibik

Apropos Feinde. 4 Nationen kämpfen um die Vorherrschaft in der detailliert nachgestellten Karibik. Engländer, Spanier, Franzosen und Holländer tummeln sich auf der riesigen Karte. Ein Konflikt zwischen den Nationen kannst du gezielt ausnutzen. Beim Gouverneur einen Kaperbrief eingesackt und dann ein paar feindliche Galeonen unter den Nagel gerissen. Das bringt dir nicht nur jede Menge Gold in die Schatzkammer, sondern lässt dich auch in der Gunst deiner Nation steigen. Mit deinen verschiedenen Schiffen bewegst du dich über die Seekarte wobei du die Windrichtung und Wetterlage beachten solltest. In freundlichen Städten müssen Gouverneurstöchter nun von deiner gesellschaftlichen Tauglichkeit mit einem kleinen Tänzchen überzeugt werden. Dieses Minigame ist äußerst einfach zu steuern. Du drückst einfach im richtigen Moment die auf dem Bildschirm eingeblendete Taste. Klappt das alles reibungslos, gibt es ein Küsschen und evtl. sogar einen wichtigen Hinweis auf verlorene Familienmitglieder oder feindliche Piraten. Wer möchte kann diese Beziehungen zu den vornehmen Damen der Inselwelt durch häufige Besuche oder wertvolle Geschenke pflegen, um dann schließlich auf eine Piratenbraut aus vornehmem Hause hoffen.

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